Prof. J. Sachs: Warnung vor Trump – „psychisch zutiefst gestörte Persönlichkeit“

Der weltweit renommierte Ökonom und UN-Berater Prof. Jeffrey Sachs von der Columbia-Universität äußerte am 22. August 2026 vor der Öffentlichkeit eindringlich große Sorgen und Bedenken über tiefe psychische Persönlichkeitsstörungen Donald Trumps, die sich in seinem unberechenbaren Führungsstil und Machtgebrauch äußerten. Dies werfe zugleich große Fragen über den Zustand des politischen Systems der USA auf. Er kritisierte zudem scharf die Medienberichterstattung über Trump und die zunehmende Normalisierung extremistischer Rhetorik und Entscheidungen. Wir bringen das Transkript einer deutschen Übersetzung des amerikanischen Textes seines Statements. (hl) 

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Prof. Jeffrey Sachs:

Zunächst einmal ist die Lage undurchsichtig, was offensichtlich ist, weil wir kein Wort der Ehrlichkeit von der US-Regierung oder von der israelischen Regierung hören. Von morgens bis abends ist alles nur Propaganda.

Außerdem widerspricht sich jede Aussage von Donald Trump, noch bevor der Satz zu Ende ist. Es ist absolut unmöglich, ihn überhaupt nach seinen eigenen Maßstäben zu verstehen, geschweige denn aus geopolitischer Sicht.

Die Situation ist also sehr seltsam, sehr gefährlich. Ich denke, es ist wahrscheinlich der gefährlichste Moment in der Welt seit dem Zweiten Weltkrieg, vielleicht sogar noch gefährlicher als die Kubakrise. Ich sage hier vor zwei Psychologen. Ich sage es. Sie sind nicht für mich verantwortlich. Vielleicht werden Sie es bereuen, mich eingeladen zu haben.

Aber ich denke, Donald Trump ist buchstäblich in sehr schwerwiegendem Maße psychisch krank.
Aus persönlichkeitspsychologischer Sicht ist er ein maligner (bösartiger) Narzisst – ich denke, das ist die richtige Definition, oder, wenn man eine klassischere Diagnose will: eine „Dark-Triade“-Persönlichkeit, was bedeutet, dass er persönlich narzisstisch ist (übersteigertes Selbstwertgefühl), machiavellistisch, was psychologisch gesehen bedeutet, dass er manipulativ, unzuverlässig und hinterlistig ist, und er ist psychopathisch, was bedeutet, dass er kein Mitgefühl dafür hat, wie viele Menschen er tötet oder wie viel Schaden angerichtet wird.

Die Definition des bösartigen Narzissten fügt dieser Liste noch Paranoia (übertriebenes, unbegründetes Misstrauen oder Argwohn gegenüber anderen Menschen) und Konfabulation (unbewusstes Füllen von Gedächtnislücken mit erfundenen oder objektiv falschen Inhalten) hinzu.

Ich persönlich denke also, dass wir es mit einer psychologisch zutiefst gestörten Person zu tun haben, die zufällig über viel Macht verfügt.

Und laut einem Psychologen, dem ich gestern zugehört habe und dessen Ausführungen ich sehr einleuchtend fand, kommt noch ein Element der frontotemporalen Demenz hinzu (seltene, fortschreitende Erkrankung des Gehirns, bei der Nervenzellen im Stirn- und Schläfenbereich absterben), das sich in der Inkohärenz (Zusammenhangslosigkeit oder mangelnden Übereinstimmung) der Sätze, den Gedankensprüngen und sogar der Verwechslung von Wörtern zeigt. Das führt dazu, dass die Wörter nicht einmal so enden, wie sie beginnen. Da gibt es viele – oh, wie lautete die Definition noch mal? Mir fällt die fachliche Bezeichnung gerade nicht ein, tut mir leid, vielleicht fällt sie mir noch ein. – Aber auf jeden Fall gibt es da echte Anzeichen von Demenz zusätzlich zu einer lebenslangen antisozialen Persönlichkeitsstörung.

Ein Mann wie dieser sollte nicht Präsident sein.
Das ist der grundlegendste Punkt. Er ist Präsident aufgrund viel tiefer liegender Probleme im amerikanischen politischen System. Er ist also sowohl Symptom als auch Ursache. In einem gesunden politischen System wählt man eine Person wie diese nicht. Das amerikanische politische System ist zutiefst korrupt. Dass ein Mann wie er die Macht besitzt, einen Krieg zu befehlen, zeugt von einer zutiefst zerrütteten politischen Ordnung. Das hat nichts mit unserem Verfassungssystem zu tun, in dem nur der Kongress die Befugnis hat, einen Krieg zu erklären.

Unsere Politik ist derzeit so erbärmlich, dass das Einzige, was der Kongress tut, darin besteht, immer wieder abzustimmen, dass er nichts mit der Kontrolle dieses Krieges zu tun haben will. Das ist keine Wahl, die ihm die Verfassung lässt. Das ist eine völlige Verantwortungsflucht.
Wie kann der Senat jetzt nach drei Abstimmungen sagen: „Fragt uns nicht. Das geht uns nichts an. Das ist allein Sache von Herrn Trump.“
Genau das hat der US-Senat gesagt. Also, ich denke, dass derzeit ganz besondere Umstände herrschen.

Mein persönlicher Eindruck ist, dass Trump tatsächlich – nun ja, ich bin zwar ein absoluter Laienpsychologe, aber er scheint sich in den letzten drei oder vier Monaten verschlechtert zu haben und jegliche Selbstbeherrschung verloren zu haben. Es gibt also ein Maß an Impulsivität, das absolut alles übertrifft, was ich bisher gesehen habe. Übrigens ist dies das zweite Mal in Folge, dass wir einen Präsidenten haben, der an Demenz leidet.
Und was ebenfalls interessant ist: Bei Biden, der zumindest in den letzten zwei Jahren seiner Amtszeit an Demenz litt, wurde das alles vertuscht, bis er dort vor einer Kamera stand, mit offenem Mund, sabbernd vor den Augen aller Amerikaner, die die Debatte verfolgten, und niemand konnte es vor der Kamera verbergen.
Mein Land ist im Moment in Bezug auf das politische System erbärmlich. Es ist eine Show. Es ist PR.

Es kann alles Mögliche gesagt werden. Es gibt keine Planung. Es gibt keine systematische Überprüfung. Es gibt keine gegenseitige Kontrolle. Es gibt gar nichts. Das galt schon für Biden, aber bei Trump ist es noch viel schlimmer. Biden war kein netter Mensch. Ich kenne ihn seit etwa 30 Jahren. Er war nie ein netter Mensch, aber er war nicht wie Trump, der an einer tiefgreifenden antisozialen Persönlichkeitsstörung litt.

Und deshalb möchte ich nur sagen:
Wir haben es hier mit Psychologie im individuellsten Sinne zu tun. Das wird in jedem Moment des öffentlichen Diskurses geleugnet. Es ist einfach unglaublich.

Nehmen wir mal, was in den letzten drei Tagen passiert ist. Zuerst sagte der Präsident: „Ich werde alles in die Luft jagen. Ich werde euch alle umbringen.“ Das ist ganz normal. Oh, und dann sind da noch die Kommentatoren. Oh, wird er alle umbringen? Nun, das ist eine interessante Frage. Nicht: „Sind wir in den Händen eines Verrückten?“ Nichts dergleichen. In keinem einzigen Kommentar heißt es, dass es ein wenig seltsam ist, wenn der Präsident der Vereinigten Staaten so redet. Er redet wie Adolf Hitler. Nein, es wird nicht einmal erwähnt, dass das ein wenig seltsam ist.
Dann, zwei Tage später, als er beschließt, dass er doch nicht alle umbringen wird, sagt er: „Uh, oh, wir stehen kurz vor einer Einigung.“ Und natürlich gab es keine Verhandlungen. Punkt.

Aber was sagt die Presse? Oh, na ja, wird Donald Trump eine Einigung erzielen können? Nicht: Was für ein Spinner, was für ein Lügner – nichts. Es ist eine völlige Normalisierung von etwas völlig Abnormem. So etwas habe ich noch nie erlebt.
Wer ist verrückter, Trump oder wir?

Wie können wir nicht erwachsen genug sein und sagen:
Dieser Mann ist ein Irrer!? Holt ihn da raus, bevor er uns alle umbringt!
Das sagt niemand.
Tut mir leid, das ist keine parteipolitische Äußerung. Ich habe alle unsere letzten Präsidenten gehasst, weil sie uns keine Sicherheit bieten. Sie sagen nicht die Wahrheit. Aber was gerade passiert, ist etwas völlig anderes. Und das Ganze wird als normal hingenommen.

Und der Artikel in der „New York Times“ von heute – ich tue in diesen Tagen nichts anderes, als Briefe an die Reporter zu schreiben, die ich seit Jahrzehnten kenne, und sie schreiben nicht zurück.
Weil sie nicht die Würde besitzen, sich auf eine ernsthafte Diskussion über irgendetwas einzulassen.
Manchmal, übrigens, schreiben sie zurück und sagen: „Ja, ich stimme dir zu, Jeff, aber die Vorgesetzten redigieren meinen Artikel.“

Das ist also das Wesentliche: Es herrscht eine völlige Unterdrückung der Wahrheit bei der „New York Times“, die früher meine erste Anlaufstelle war, um einfach eine objektive Berichterstattung zu erhalten. Sie ist nutzlos. Im Moment völlig nutzlos.

Aber wie auch immer, in diesem Artikel ging es um – ja – die Frage, ob Donald Trump in der Lage sein wird, ein Abkommen auszuhandeln, ohne zu erwähnen, wie seltsam es ist, dass es keine Verhandlungen gab, obwohl er behauptete, es gäbe welche. Das ist die eigentliche Geschichte des letzten Tages. Das ist die wirklich interessante Geschichte. Gab es Verhandlungen?
In dem Artikel stand – das ist von David Sanger, er ist ein erfahrener Journalist, seit 40 Jahren – er sagt: „Nun, Donald Trump hat uns nicht gesagt, mit wem er verhandelt hat.“

David, ich bitte dich. Meinst du das ernst? Das schreibst du mir? Er hat nicht gesagt, mit wem er verhandelt hat? Vielleicht, David, hat er gar mit niemandem verhandelt. –
Vielleicht hat er sich das ausgedacht. Kannst du als Erwachsener, der für die New York Times schreibt und das schon seit 40 Jahren macht, nicht einfach mal eine Frage stellen?

Also habe ich David heute Morgen geschrieben. Ich werde keine Antwort von David bekommen. Ich kenne David wahrscheinlich schon seit 40 Jahren, aber wir reden nicht miteinander, weil wir uns gerade in einem wirklich verrückten Land befinden, in dem alles möglich ist. Und die ganze Geschichte dreht sich um die Frage: Was wird Donald Trump als Nächstes tun? Als wäre das ein Zuschauersport, nicht dein Leben und nicht mein Leben.

Mich interessiert eher: Wann werden sie ihn wegbringen, bevor er uns noch mehr Schaden zufügt?
Wann wird endlich ein Erwachsener sagen: Das ist eine sehr schlechte Idee?
Okay, das ist also das unmittelbare Problem.

Aber das System ist noch viel tiefer zerrüttet. Es gibt keine Kontrollen der Macht des Präsidenten, Kriege zu beginnen, nd das schon seit Jahrzehnten. Tatsächlich existiert der Kongress im Grunde nicht, wenn es um Außenpolitik geht. Er existiert im Grunde nicht, weil wir in einem Sicherheitsstaat leben.
Die Außenpolitik wird von der CIA, der National Security Agency und dem Nationalen Sicherheitsrat umgesetzt. Sie wird keineswegs von irgendetwas durchgeführt, das auch nur im Entferntesten an demokratische Institutionen erinnert. Sie können sagen: „Natürlich, Jeff, dazu musste ich nicht erst hierher kommen, um das zu erfahren.“

Aber es ist eigentlich ziemlich beunruhigend, denn es geht nicht nur um das Jahr 2003. Wir befinden uns in ununterbrochenen Kriegen. Ununterbrochen. Es ist nicht nur der Irakkrieg.“

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Video:
https://www.youtube.com/watch?v=0lHoLAwy-Eo

(Mit Hilfe von Deepl übersetzt, hl)

 

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Autor: hwludwig

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