Ben (ungeskriptet) führte vor gut einem Monat mit Sergej J. Netschajew, dem Botschafter der Russischen Föderation in Deutschland, ein ausführliches Gespräch über die gegenwärtige Situation der deutsch-russischen Beziehungen. Der Botschafter schloss mit den eindringlichen Worten: „Freundschaft mit Russland brachte dem deutschen Volke immer positive Ergebnisse. Schlechte Beziehungen brachten uns beiden Völkern Katastrophen und Tragödien. Schluss damit.” – Wir bringen ein Transkript eines Ausschnitt-Videos, in dem es besonders um die vormals sehr vielfältigen und sehr guten wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen geht, die einseitig von deutschen Politikern zerstört werden. Wieso haben sie dazu überhaupt die Macht? (hl)
I. Transkript des Gespräch-Ausschnittes
Botschafter Netschajew:
Also, die Situation ist sehr schwierig. Im bilateralen Verhältnis gab es sowas noch nie. Wir betrachten das als ein ungerechtes Vorgehen.
So ernsthaft war diese Situation noch nie im bilateralen Verhältnis, und natürlich, das bleibt nicht ohne Reaktion.
Ben:
Wie haben Sie die Entwicklung des deutsch-russischen Verhältnisses über ihre Karriere wahrgenommen? Sie waren ja schon in der DDR, in der haben Sie in der russischen Botschaft gearbeitet, haben dann die Wiedervereinigung irgendwann mitbekommen. Dann gab es die 90er Jahre, und jetzt ist es auf jeden Fall sehr, sehr anders, als es noch vor einigen Jahren war. Was ist da passiert über die Jahre?
Botschafter:
Was ist da passiert? Deutschland war Partner Nummer 1, was z.B. Wirtschaft und Handel anbetrifft.
Der größte Warenaustausch, das größte Volumen ist mit 83 Milliarden Euro noch 2013, wenn ich mich nicht irre, absolute gegenseitige profitable Situation. Es war keine, wie heißt es, keine Einwegstraße, ja, für beide Seiten sehr vom riesigen Nutzen. Mehr als 6000 deutsche Unternehmen auf dem russischen Markt, und – wie die Russen sagen – alle waren in der Schokolade. Mehr als 30 Jahre manche Familienbetriebe, Mittelstand, Kleinbetriebe, alle okay. Immer noch gibt es Leute, die tapfer genug sind und die dem politischen Druck sich nicht beugen. Und die möchten bleiben und weiterarbeiten. Alles passt sehr gut. Management, Personalpolitik, Rohstoffe, Kundschaft, Beziehungen zu den Behörden, ist toll, sehr gut.
Ja, und Wissenschaft, 400 Partnerschaften zwischen Universitäten und Forschungseinrichtungen, absolut unique (einmalig).
Dialog der Zivilgesellschaften: Mit keinem anderen Land gab es so tolle Gesprächsforen wie zwischen Russland und Deutschland. Ich nehme Petersburger Dialog, z.B., von der höchsten Ebene abgesegnet, und besucht von 150 Leuten auf beiden Seiten, 12, glaube ich, 12 Rundtische, Gesprächstische, in allem Möglichen. Wir sprechen über alles, auch kritisch, das ist normal. – Deutsch-russisches Forum, sehr populär.
Ganz zu schweigen von der Kultur, wissen Sie, die besten Traditionen der deutsch-russischen kulturellen Zusammenarbeit, das alles wucherte, Gastspiele beiderseitig. Das russische Haus in der Friedrichstraße, da kamen die berühmtesten russischen Künstler.
Die deutsche Literatur, die deutsche Musik wird in Russland immer noch gespielt oder vorgeführt, und wir haben keine Probleme mit dem Nussknacker, wissen Sie. Und wir haben überhaupt nicht die Absicht, z.B. die deutsche Kultur zu canceln, oder wie das man schön sagt.
Ja, jedes Schulkind kennt deutsche Märchen von Hoffmann, Hauff, Bremer Stadtmusikanten zweimal verfilmt.
Sprechen Sie mal mit den Russen, die werden Ihnen das alles genau sagen.
Die heutige Situation betrachten wir als die Eskalation. Das haben wir nicht verdient, und das macht viele, viele, viele Gedanken. Auf alle Fälle, die ganze Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen … – Sie fragen nach den vielen Jahren. In den letzten paar Jahren ist viel schiefgegangen.
Wir haben keine einzige Brücke aus unserer Initiative zerstört. Keine einzige Brücke, kein einziges Abkommen, keine einzige Partnerschaft haben wir aus unserer Initiative zerstört.
Wir haben immer noch, glaube ich, mindestens formal 110 Städte- und Gemeindepartnerschaften inzwischen, die meisten eigentlich in Nordrhein-Westfalen, wenn wir schon in Köln sitzen: Köln – Wolgograd, Düsseldorf – Moskau, eine der ältesten Partnerschaften, Essen – Nowgorod, Neuss – Pskow. Die meisten hier.
Und da war auch aller Austausch von Schülern und Studenten. Das gehörte auch dazu.
Alles war gut.
Wir haben nichts von uns aus, nichts zerstört. Und wir bedauern sehr, dass einige deutsche Politiker, einige westliche Politiker diesen Weg der Zuspitzung und der Zerstörung des Vertrauens gehen.
Und ganz zu schweigen von den Absichten – das lese ich aus den deutschen Zeitungen, nehme ich aus verschiedenen Ausführungen der westlichen Politiker: 2029, 2030 muss Russland einen Krieg anfangen gegen Deutschland. Oder irre ich mich, oder steht das nicht in den (Zeitungen)? Ich zitiere nur.
Wir haben schon auf allen Ebenen gesagt, wir wollen keinen Krieg mit der NATO, wir wollen keinen Krieg gegen Deutschland.
Hätten wir wirklich gewollt, in Leipzig etwas anzurichten – das könnte, wie Sie ganz bestimmt wissen, ganz anders aussehen. Aber wir haben nicht die geringste Absicht, die Bevölkerung zu provozieren oder die Regierung. Was haben wir? Wir haben tolle Beziehungen mit Sachsen, seit Jahrhunderten.
Das älteste Generalkonsulat oder die (ältesten) Konsulate in Deutschland damals in Sachsen oder in Preußen. Katharina II. und der Kurfürst am Ende des 18. Jahrhunderts. 250 Jahre Stand; nur einmal wurde geschlossen. Sie können dreimal raten, wann.
Und was haben wir jetzt? Die Frage ist, warum?
Mit Sachsen haben wir immer tolle Beziehungen, schon seit Peter I. oder August dem Starken.
Ben:
Ich verstehe ihre Position sehr gut. Ich habe an der deutschen Universität studiert und habe da ein (…?) gemacht mit Fokus unter anderem auf Russland auf Entwicklungsländern und habe immer gelernt: Russland ist unser starker Partner. Ich war in so Inhaus Consulting Projekten bei einem DAX Konzern in St. Petersburg in Moskau. Das war alles so 2009, 2010 und Ärzte, die ich kenne, die sehr erfolgreich mittlerweile sind, haben in ihrem Studium Russisch gelernt, um reiche russische Patienten behandeln zu können.
Und das war so, dass quasi während meiner Studienzeit waren Russland natürlich unsere Freunde und strategischen Partner. So, wenn ich jetzt auf die Straße gehe und die Leute frage: Wie sieht’s denn mit Russland aus? Dann schlagen die meisten die Hände überm Kopf und sagen: „Putin, das ist der schlimmste Mensch auf der der Welt, die wollen uns doch angreifen. Das wissen wir doch. Deswegen brauchen wir mehr Militär.“ Und wie sehen Sie das? Wie ist das passiert? Weil, es ist eine 180°-Wende in der Beziehung.
Botschafter:
Putin kennt Ihr Land vielleicht besser als jeder ausländische Politiker der Welt. Er kennt ihr Land, er hat hier gearbeitet. Er kennt sehr gut Ihre Sprache. Er spricht sehr gut Deutsch und hat eben Deutsch mit vielen deutschen Politikern gesprochen. Er spricht immer noch und gebrauchte immer noch deutsche Redewendungen im Gespräch mit den früheren deutschen Politikern. Die heutigen deutschen Politiker brauchen wohl keinen Dialog.
Ja, von uns aus, wissen Sie, ich sehe keine Anlässe. Wir waren absolut offen auch in der Medizin. Aber wenn man der Bevölkerung immer wieder sagt, auf allen Ebenen und in allen Medien, die Russen sind schlecht, die Russen sind Aggressoren, Putin ist schlecht und so – andere Information haben sie nicht. Die Bevölkerung ist von der anderen Information abgerissen. Unsere Informationsquellen sind blockiert. Unser Sender „Russia Today“ ist ausgewiesen. Einige Journalisten sind ebenfalls ausgewiesen.
Und natürlich, wenn man jeden Tag sagt: Dieses ist weiß? Nein, das ist schwarz, dann nolens volens glauben es die Leute, weil sie die andere Meinung nicht hören. Das ist das Problem. Und da die Leute eben in diesem antirussischen Sinne erzogen werden, kommt es zu solchen Schlussfolgerungen.
Das ist absolut klar.
Ja, wenn die Leute, wenn sie keinen Bezug mit Russland haben – sie sprechen von der Medizin, da (war) auch in Berlin (für) mehrere Krankenhäuser, mehrere Ärzte, mehrere Kliniken russische Kundschaft die Grundlage. Ja und (das) Bauen (war) alles für die Katz, wie sagt man in Köln, alles für die Katz.
Ben:
Warum glauben Sie, also wenn ich Sie richtig verstehe, weisen Sie eine doch erhebliche Verantwortung für die Stimmung, die sich gedreht hat, neben der Bundesregierung den Medien zu. Die Bundesregierung hat ja russische Medien verboten, wie z.B. Russia Today, hat aber auch, wenn ich richtig informiert bin, russische Domains einfach blockiert. Und dann rühmen wir uns im Westen immer mit einer neutralen Presse. Und wenn ich in die Presse geguckt habe, dann stand da unisono immer: „der russische Angriffskrieg auf die Ukraine“.
Es war nichts oder ganz selten mal von einem Konflikt zu lesen, sondern es war immer der russische Angriffskrieg. Ich habe aber tatsächlich in der deutschen Presse noch nie von einem amerikanischen Angriffskrieg gelesen oder von einem israelischen Angriffskrieg. Fast jeder Krieg, da greift eine Partei zuerst die andere an. Wie erklären Sie sich, dass die deutschen Medien, sie kennen Deutschland auch sehr gut, da so regierungstreu sind?
Botschafter:
Ich kämpfe nicht gegen die Medien. Erstmal ist es kontraproduktiv, macht eigentlich keinen großen Einfluss. Die Medien machen ihre Arbeit, wie sie diese Arbeit aus ihrem Gewissen verstehen. Wenn diese Medien von ihren Chefs oder Chefredakteuren oder Herausgebern abhängig sind, dann müssen sie diese Medienpolitik betreiben, die Ihnen diktiert wird, unisono oder ausnahmsweise ist egal. Aber einige Medien, die gute Traditionen gehabt haben, auch früher, habe ich erlebt, haben andere Farben gefunden. Aber es geht nicht darum.
Ich glaube, dass mehrere Herausgeber nicht in Deutschland sitzen, sondern irgendwo in anderen Staaten. Und die anderen Staaten, (für) manche andere Staaten, war wirklich immer ein Problem die Beziehung zwischen Russland und Deutschland.
Und bei weitem nicht alle in Europa waren glücklich, wenn die Annäherung zwischen Russland und Deutschland positive Schritte machte, zum beiderseitigen Nutzen. Diese Annäherung war ein Problem. Diese Annäherung wollten manche stören bzw. vermeiden, lieber auseinander (halten).
Und ich schließe nicht aus, dass manchen das gelungen ist.
Ben:
Wen meinen Sie?
Botschafter:
Sie können dreimal raten aus Ihrer europäischen Geschichte. Dann werden Sie wohl verstehen, wer gegen die gute Beziehung zwischen Russland und Deutschland seit mehreren Jahrhunderten plädiert.
Ben:
Da müssen Sie mir als geschichtlich schlecht gebildetem Menschen helfen.
Botschafter:
Ich helfe Ihnen dann in Ihrem Büro.
———————–
Video:
https://www.youtube.com/watch?v=cc-QSjvCoRc
Ganzes Gespräch:
https://www.youtube.com/watch?v=Tlj7LbR_c6g
———————–
II. Kommentar
1.
Unter seinem vollständigen Gesprächs-Video schreibt Ben über den russischen Botschafter:
„Sergej Netschajew ist Germanist und verehrt die deutsche Literatur. Er kennt die deutsch-russischen Beziehungen seit 50 Jahren wie nur wenige andere. Seit über zwei Jahrzehnten in diplomatischen Schlüsselpositionen in Deutschland und Österreich ist er der ranghöchste Vertreter der weltgrößten Atommacht in der Bundesrepublik.“
Was der erfahrene 73-jährige Deutschland-Kenner und Botschafter hier über die einseitige Zerstörung der langjährigen umfangreichen wirtschaftlichen und kulturellen deutsch-russischen Beziehungen durch deutsche Politiker sagt, wirft die grundsätzliche Frage auf, woher sie in einer Demokratie über die Köpfe der vielen beteiligten freien Bürger hinweg das Recht und die Macht dazu nehmen. Sie verstehen sich als dem Volk übergeordnete Instanz, die es in seiner Gesamtheit gegenüber anderen Völkern zu vertreten berechtigt sei und für alle handeln und entscheiden könne.
Doch das ist demokratie-theoretisch ein fundamentaler Irrtum und eine archaische Anmaßung, die dem entspricht, was früher der von „Gottes Gnaden“ eingesetzte König in Anspruch nahm. Angesichts der Grundrechte der freien, ihr Leben und Handeln aus eigener Erkenntnis selbst bestimmenden Individualität als Grundlage der Demokratie sind alle Bürger gleichgeordnet, und es kann niemand mehr geben, der ihnen übergeordnet ist. Das wird auch nicht dadurch gerechtfertigt, dass diese Herrschenden (zu Königen) gewählt werden. Die Bürger geben ihnen mit der Wahl nicht ausdrücklich diese Macht, sondern diese Macht wird traditionell vorausgesetzt, und die Bürger haben gar keine andere Möglichkeit, als sie mit dieser Macht ausgestattet zu wählen.
Die Existenz einer solchen Regierungsmacht (rex, regis = König) ist vom Grundgesetz einfach aus der Tradition der vorangegangenen Obrigkeitsstaaten übernommen worden, ohne sie zuvor vor den Richterstuhl der Grundrechte zu stellen und zu überprüfen, ob sie in einer Demokratie überhaupt noch eine Berechtigung hat. Sie hat keine mehr. Unter einander gleichgeordneten Bürgern kann es in den Lebensbereichen der Wirtschaft und des Kultur- oder Geisteslebens keine Anordnungen „von oben“, sondern nur Selbstverwaltungen der fachkundig dort tätigen Menschen geben. Ein Parlament kann nur die Aufgabe haben, für das reine Recht, die innere und äußere Sicherheit zu sorgen.
Ich habe das in verschiedenen Artikeln bereits genauer ausgeführt. Siehe:
https://fassadenkratzer.de/2026/10/01/fremdbestimmte-selbstbestimmung-der-obrigkeitsstaat-in-der-fassaden-demokratie/
„Von der Nation als politische Willensgemeinschaft ist das Volk zu unterscheiden. Das Volk liegt der Nation zugrunde, ist aber ein kultureller Begriff, der die gewachsene Gemeinschaft einer ganz bestimmten gemeinsamen Sprache, Wissenschafts-, Kunst- und Lebensweise bezeichnet. Diese wird prinzipiell immer nur von einzelnen Individualitäten hervorgebracht und vertreten und kann nicht von Führern der staatlich gefassten Nation autoritativ für alle geltend gemacht werden. Diese haben Kultur und Wirtschaft zumeist nur für ihre nationalen politischen Ziele instrumentalisiert und missbraucht.
Eine Regierung, welche nun auch die Interessen oder den Willen der hohl gewordenen Nation zu formulieren und gegenüber dem Ausland zu vertreten vorgibt, macht in Wahrheit ihren eigenen Willen zum maßgebenden für alle freien Individualitäten und führt sie nach ihren Interessen in freundschaftliche Beziehungen zu anderen Völkern oder in Kriege. Welch eine Hybris! Es ist die verruchte Anmaßung Einzelner, über Existenz und Schicksal der freien Individualitäten eines ganzen Volkes zu entscheiden.
Eine Regierung von Menschen über Menschen ist in einer Demokratie freier Individualitäten die Usurpation einer Macht, die ihr nicht mehr zusteht. Denn Macht macht untertan.
Eine Regierung ist das größte Entwicklungs-Hindernis des Menschen zur freien Individualität, ein übrig gebliebenes Instrument der Macht, das heute Tyrannei bedeutet. Und es wird täuschend als „unsere Demokratie“ verkauft. Wir erleben es gegenwärtig hautnah. (…)
Nach außen kann der Staat nur Angelegenheiten des Rechtslebens im Verkehr mit dem Ausland vertreten. Die Organisationen des Geistes- und des Wirtschaftslebens werden für ihren Bereich je eigene Außenbeziehungen unterhalten.“
2.
Zu der Bemerkung des russischen Botschafters am Schluss des Gesprächs, nicht alle Staaten in Europa seien glücklich gewesen, wenn die Annäherung zwischen Russland und Deutschland positive Schritte machte, so dass man sie habe verhindern wollen, fällt dem geschichtlich Bewanderten sofort Großbritannien ein. Auf Anderweltonline.com z.B. ist das öfter thematisiert worden.
Auf die Suchanfrage bei Google mit „Die Politik Großbritanniens gegen Verbindung Russlands mit Deutschland – Anderweltonline“ kam folgende Antwort:
„Übersicht mit KI
Die historische und geopolitische Strategie Großbritanniens zielt traditionell darauf ab, eine enge wirtschaftliche, politische oder militärische Allianz zwischen Deutschland und Russland zu verhindern, um eine Vormachtstellung auf dem europäischen Kontinent zu unterbinden.
Analysen auf Plattformen wie Anderweltonline und in der klassischen Geopolitik (wie der Heartland-Theorie von Halford Mackinder) beleuchten diesen Ansatz meist anhand folgender Kernpunkte …“
(Bei neuen Eingaben variieren die KI-Antworten immer.)
Ganz offen ist dies aber zentrales Ziel der Außenpolitik der USA. Dies habe ich hier unter der Zwischenüberschrift „Deutschland – Russland“ nachgewiesen:
https://fassadenkratzer.de/2018/02/26/die-us-strategie-konfrontationen-zwischen-staaten-und-kulturen-zu-inszenieren/
