Prof. Christian Drosten, eine der globalen Schlüsselfiguren der Corona-Krise, wurde am 1.12.2025 in der Corona-Enquete-Kommission des Bundestages von dem Sachverständigen Prof. Homburg und den AfD-Bundestagsabgeordneten Dr. med. Christina Baum und Kay-Uwe Ziegler befragt. In einem Video hat Prof. Homburg diesen Teil der Befragung genauestens analysiert und kommt zu dem Fazit, es sei unter Zeitdruck schwierig gewesen, „jemanden zu stellen, der täuscht, die Unwahrheit sagt, ausweicht und den Empörten spielt. … Strukturierte und inhaltlich belastbare Antworten vermochte er nicht zu geben. Mimik und Gestik waren skurril, und er schien jedes Mal heilfroh, wenn er sich mit dem Gong in die Ecke retten konnte.“ – Nachfolgend unser Transkript des Videos. (hl)
Prof. Drosten mit Bundesverdienstkreuz 1. Klasse 1.10.2020 (charité.de)
Die Vernehmung des Herrn Drosten
Prof. Dr. Stefan Homburg
Die Corona-Enquete-Kommission des deutschen Bundestags hatte wieder einmal eine spannende Sitzung (am 1.12.2025). Zum ersten Mal überhaupt waren bewaffnete Polizisten mit Schutzwesten im Saal, weil mit Herrn Drosten ein Gast erwartet wurde, der nicht allseits beliebt ist. Ich war froh, ihm zum ersten Mal direkt zu begegnen. Fünf Jahre lang war das nicht möglich gewesen, weil Drosten alle Einladungen zu Formaten ablehnt, bei denen Kritiker anwesend sind. Er zieht sichere Räume ohne Widerreden vor.
1.
Steigen wir direkt ein mit meiner ersten Frage an Herrn Drosten.
– Video wird eingeblendet -:
Vorsitzende Frau Hoppermann: Beginn Herr Professor Homburg.
Prof. Homburg: Herr Drosten, am 25. April 2020 sagten sie im ORF:
„Schweden werde bei den Corona-Maßnahmen an derselben Stelle landen wie Deutschland, nur viel später. Deshalb werde Schweden viel mehr Todesfälle haben als Deutschland.“
Nachhinein haben wir jetzt die große Studie aus Lancet, sozusagen eine Gesamtabrechnung für die Jahre 2020 bis 2023. Danach hatte Schweden die niedrigste Übersterblichkeit, pro Kopf natürlich, aller europäischen Länder, und Deutschland lag wesentlich ungünstiger, Österreich noch ungünstiger.
Meine Frage an Sie: Bleiben Sie bei Ihrer Meinung, Deutschland habe durch Lockdowns, Maskenpflicht und so weiter mehrere zehntausend Leben gerettet, ja oder nein?
Prof. Drosten: Ja selbstverständlich. Das wird ja bestätigt durch auch jetzt die Aufnahme der Situation in England, wo man zu ähnlichen Schlussfolgerungen kommt. Und das, was Sie in Ihrer Frage formulieren, ist natürlich ein Vergleich gegenüber Schweden hinsichtlich der Unterschiedlichkeit, der Zeit, in der die Kontrollmaßnahmen unterschiedlich waren. Und das war die erste Welle. In der ersten Welle hatte Schweden bevölkerungsbezogen eine fünffach höhere Sterblichkeit als Deutschland.
Prof. Homburg: Ja, ich kenne ihr Argument, Herr Drosten, dass Sie immer einen einzigen Monat herauspicken. Deshalb haben wir ja diese wertvolle Studie aus Lancet, die den gesamten Zeitraum betrachtet. Schweden hatte nie einen Lockdown, Schweden hatte nie eine Maskenpflicht. Schweden hat in der Übersterblichkeit viel besser abgeschnitten als Deutschland und auch als seine Nachbarn Dänemark, Norwegen, Finnland.
Die Daten sagen also, dass diese Maßnahmen nichts gebracht haben. Ihre Modellrechnung aus UK, das kennen wir, sagt natürlich, dass die viel gebracht haben. Meine Frage betraf einen bekannten Artikel, der im Vorjahr im Top-Journal Lancet erschienen war.
– Ausblendung –
In einer Sitzungspause sprach mich übrigens ein älterer Grüner an und behauptete, ich würde Falsch-Informationen verbreiten, denn er habe soeben im Netz gefunden, dass Schweden keineswegs am besten abgeschnitten habe. Ich zeigte dem Grünen diesen Internetlink zum Fachartikel: https://www.thelancet.com/action/showPdf?pii=S2666-7762%2824%2900163-7,
und dann zeigte ich ihm diesen Ausschnitt daraus (Graphik wird eingeblendet min. 3:28).
Seine Antwort lautete, ob Sie es glauben oder nicht, dass er die Tabelle wegen Augenproblemen leider nicht lesen könne.
Gut, immerhin, dass seine Sehkraft für die Entdeckung einer angeblichen Falschinformation ausreichte. Die Grünen verbreiten solche Vorwürfe ständig über die Medien und zwar jeweils ohne Angabe, was denn genau falsch ist.
Drosten leugnete das Ergebnis aus Lancet natürlich nicht, sondern er wählte eine andere Strategie, indem er suggerierte, Schweden sei nach der ersten Welle dem deutschen Lockdown-Kurs gefolgt. Das Gegenteil ist richtig. In Schweden gab es bekanntlich niemals einen Lockdown und auch niemals einen Maskenzwang, und die Kitas waren immer offen. Über den gesamten Zeitraum 2020 bis 2023 schnitt Schweden wesentlich besser ab.
Natürlich variieren die Ergebnisse je nach Studie und Methode, Drostens kategorische Behauptung, aber ohne die von ihm geforderten Lockdowns, Schulschließungen, Ausgangssperren und Maskenpflichten hätte es zehntausende Tote gegeben, widerspricht den Daten klar. Wie Sie eben gehört haben, hält er trotzdem an diesem Märchen fest.
In einer anderen Antwort räumte Drosten immerhin ein, dass auch die von ihm verlangten Maßnahmen durchaus Todesopfer gefordert haben.
2.
Meine zweite Frage ließ bei der Vorsitzenden erneut den Mutterinstinkt durchbrechen, wie schon im Fall Byx. Frau Hoppermann hatte anfangs zwar darauf hingewiesen, Unterbrechungen seien statthaft, das können Sie im Bundestagsvideo ab Minute 3 nachprüfen: (Link unter dem Video von Prof. Homburg: 10. Sitzung in der Mediathek des Bundestags https://www.bundestag.de/dokumente/te… Bei Minute 03:34 informiert die Vorsitzende, dass Unterbrechungen statthaft sind. Dies war zuvor so vereinbart worden.) Sobald aber eine der Ikonen der Lockdown-Politik am Abgrund steht, egal ob Byx oder Drosten, entzieht mir die Vorsitzende unberechtigt das Wort.
Ich zeige Ihnen die gesamte Szene, in der Drosten erst Verwirrung heuchelt und dann von sich aus das Thema wechselt, statt meine Frage zu beantworten.
– Szene wird eingeblendet, min. 5:48 -:
Prof. Homburg: Zweite Frage: Am 2.3.2020 sagten Sie in der Bundespressekonferenz:
„Diese Erkrankung ist eine milde Erkrankung. Das ist eine Erkältung in erster Linie. Die ist im Prinzip für den Einzelnen gar kein Problem.“
Eine Woche später sagten Sie auch in der Bundespressekonferenz, es gäbe nichts Neues, nämlich:
„Das kann in einer Woche in der Wissenschaft auch gar nicht passieren.“
Stimmt. Aber neun Tage später sagten Sie, und ich zitiere das wörtlich:
„Auch Jüngere sterben an dieser Erkrankung. In Afrika werden wir Bilder sehen in der Zeit zwischen Juni und August im Sommer, die wir nur aus Kinofilmen kennen, aus reinen Fantasy-Filmen. Da wird es Szenen geben, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können.“
Meine Frage an Sie: Aufgrund welcher Daten änderten Sie innerhalb einer Woche ihre Einschätzung zur Gefährlichkeit um 180°?
Prof. Drosten: Ja, Herr Homburg, jetzt haben Sie fast die gesamte Zeit der Befragung für eigene Behauptungen verwendet…
Prof. Homburg: Das sind Zitate, das sind Ihre Behauptungen.
Prof. Drosten: … So bleibt mir keine Zeit mehr für die Beantwortung ihrer komplexen Fragen, die auch mit persönlichen Unterstellungen …
Prof. Homburg: Sie haben anderthalb Minuten, nur zu. Weichen Sie nicht aus. …
Prof. Drosten: … Sie selber haben ja für die Fragen viel länger gebraucht. Aber ich kann Ihnen nur ganz kurz sagen, um noch mal an den Anfang zurückzukommen. Sie reden hier über Übersterblichkeit und Schweden. Wie gesagt, es geht um die erste Welle, wenn wir Schweden vergleichen, denn dort …
Prof. Homburg: Herr Drosten, meine Frage hier, die Sie zu beantworten haben, bezieht sich auf Ihre Aussage, Corona sei eine milde Erkrankung: kein Problem. Und danach, es gäbe Szenen wie in Afrika, die wir uns gar nicht vorstellen könnten. Warum haben Sie innerhalb von 9 Tagen ihre Meinung dazu um 180° gedreht?
Vorsitzende Frau Hoppermann: Halten Sie mal bitte kurz die Zeit an. Einen sitzungsleitenden Hinweis: Lassen Sie doch bitte den Sachverständigen und Experten einmal ausreden. Und Fragen zu
beantworten, hat er in einem Untersuchungsausschuss, aber nicht in einer Enquete-Kommission. Mit Ihrer Frage …
Prof. Homburg: Nein, Sie haben selber …
Vorsitzende Hoppermann: Ich darf meinen Satz zu Ende sprechen. Und sie müssen bitte Ihr Mikrofon ausmachen, wenn sie Ihre Frage gestellt haben, damit auch die Experten eine Chance haben, auf Ihre Frage zu antworten. Sie haben jetzt noch 49 Sekunden. Wenn Sie möchten, können Sie noch weiter eine Ausführung machen, oder Sie möchten, dass Herr Drosten jetzt antwortet?
Prof. Homburg: Also, ich möchte auf jeden Fall, dass Herr Drosten meine Frage beantwortet, warum er erst von einer milden Erkrankung ausging, eine Woche später von Szenen, ´die wir nur aus Kinofilmen kennen`. Und das hat überhaupt nichts mit einem Monat Lockdown in Schweden zu tun.
Prof. Drosten: Also Herr Homburg, wissen Sie, ich kriege das jetzt gar nicht mehr zusammen. Sie, das ist so verwirrend, was Sie hier vortragen. Das sind so viele unterschiedliche Dinge, die miteinander gar nichts zu tun haben. Ich habe ja gerade noch mal versucht, zumindest einen Aspekt aus Ihrer Frage noch mal aufzunehmen, um sie zu Ende zu beantworten. Und dazu, da ging es um die Übersterblichkeit in Schweden. Ganz kurz gesagt, wenn wir die erste Welle vergleichen, da waren die Maßnahmen in Schweden wirklich unterschiedlich, dann haben wir eine fünffach so hohe Sterblichkeit als wie in Deutschland.
– Ausblendung –
Prof. Homburg: Damit kein Zweifel an Drostens 180°-Wende bleibt, will ich die von ihm zitierten Behauptungen kurz im Original zeigen. Wie stets, enthält die Videobeschreibung alle Internetlinks zu dieser Sendung. Diese Dokumentation macht viel Arbeit, ist aber wichtig, weil sie auf diese Art und Weise sicher sein können, kein gefälschtes Material oder KI-Material von mir zu erhalten.
– Einblendung Bundespressekonferenz vom 02.03.2020, min. 9:46 -:
Prof. Drosten:
„Also ganz einfach gesagt: Wir haben viele milde Fälle, diese Erkrankung ist eine milde Erkrankung. Das ist eine Erkältung, in erster Linie eine Erkältung, die mehr so die unteren Atemwege betrifft. Und die ist im Prinzip für den Einzelnen gar kein Problem. Also, wenn ich eine Erkältung kriege, dann werde ich das nicht nur überleben, sondern ich werde im Normalfall sogar relativ wenig davon merken.“
– Neue Einblendung Bundespressekonferenz vom 09.03.2020 -:
Prof. Drosten:
„Es gibt, seit wir hier letzte Woche gesessen haben, eigentlich nicht sehr viel Neues. Das kann in einer Woche in der Wissenschaft nicht passieren.“
– Neue Einblendung -:
Prof. Drosten:
„Afrikanische Länder, wo es also durchaus aber Großstädte gibt, da werden wir Bilder sehen in der Zeit zwischen Juni und August im Sommer, die wir nur aus Kinofilmen kennen, aus reinen Fantasiefilmen. Da wird es Szenen geben, die wir uns heute noch nicht vorstellen können.“
– Ausblendung –
Prof. Homburg: Jeder erkennt aufgrund der Aussagen den klaren Bruch in Drostens Behauptungen. Die Frage nach dem Motiv für seinen plötzlichen Sinneswandel war durchaus angemessen, weil er zu den globalen Schlüsselfiguren der Corona-Krise gehört. Die Frage war auch keineswegs kompliziert, wie ich meine, sondern sie lautete schlicht und einfach: „Meine Frage an Sie: Aufgrund welcher Daten änderten Sie innerhalb einer Woche ihre Einschätzung zur Gefährlichkeit um 180°?“
Drosten wich dieser Frage so lange aus, bis die Redezeit abgelaufen war und täuschte dabei Verwirrung und Überforderung durch eine zu schwierige Frage vor.
– Einblendung min. 11:34 -:
Prof. Drosten:
„Also Herr Homburg, wissen Sie, ich kriege das jetzt gar nicht mehr zusammen. Sie, das ist so verwirrend, was Sie hier vortragen.“
– Ausblendung –
Prof. Homburg: Ich hatte bei der Vorbereitung geglaubt, Drosten antworte mit hohen PCR-Zahlen in China. Diese waren jedoch schon ab Mitte Februar 2020 rückläufig und zum Zeitpunkt seiner dystopischen Voraussagen tief im Keller und zwar trotz 1,4 Milliarden Chinesen bei nur vereinzelten örtlichen Lockdowns. Alternativ hielt ich es für möglich, dass Drosten mit den Bildern von Bergamo kontere. Diese Bilder, bei denen es sich laut bayerischem Rundfunk ohnehin um eine Legende handelt, erschienen aber erst nach seinem Sinneswandel, konnten also ebenfalls nicht dessen Ursache sein.
In Wahrheit gab es keinen sachlichen Grund, Mitte März 2020 von „leichte Erkältung“ umzuschalten auf „Bilder wie in Fantasy-Filmen“. Es erschien weder ein bahnbrechender Fachartikel, noch gab es unerwartete Daten.
Der Soziologe Heinz Bude, der parallel ein sogenanntes Schockpapier im Auftrag des Bundesinnenministeriums schrieb, um die Bevölkerung in Angst zu versetzen und zahm zu machen, äußerte sich später freimütig.
– Einblendung min. 12:57 -:
Heinz Bude: „Einmal aus dem Nähkästchen geplaudert. Wir haben gesagt, wir müssen ein Modell finden, um Folgebereitschaft herzustellen, das so ein bisschen wissenschaftsähnlich ist. Und das war diese Formel: „Flatten the curve“ (Abflachen der Kurve). Nicht, dass wir gesagt haben: Wie können wir die Leute überzeugen mitzutun? Wir sagen denen: Es sieht so nach Wissenschaft aus, ne?“
– Ausblendung –
Prof. Homburg: Wirklicher Grund für Drostens Kehrtwende war wohl die Entscheidung der WHO am 11. März 2020, erneut eine sogenannte Pandemie auszurufen. Mit der Schweinegrippe 2009 hatte die WHO zwar Schiffbruch erlitten und mit dem Affenpocken Notstand 2023 erneut, aber bei Corona hat es geklappt. Drosten brachte nicht die Ehrlichkeit auf, einzuräumen, dass es nur um Politik ging. Lieber jammerte er nach Art eines Grundschülers, der sich über zu schwere Fragen seines Lehrers beschwert.
3.
In der nächsten Scene thematisiert der Abgeordnete Kai-Uwe Ziegler die Methode, Verstorbene mit positivem PCR-Test als kausal an Covid Verstorbene zu zählen.
Diese Frage ist von zentraler Bedeutung, weil die Corona-Toten des RKI im Mittel 83 Jahre alt waren und damit älter als die Übrigen Verstorbenen.
– Einblendung min. 14:22:
Kai-Uwe Ziegler: Jeder Normale, der das liest – und ich bin, glaube ich, einer davon – fragt sich, wie so eine Bezeichnung „an und mit Corona verstorben“ entstanden ist. Wie kann so eine unwissenschaftliche – das ist eine zutiefst unwissenschaftliche – Beurteilung an und mit Corona …? Das bedeutet, dass auch jeder Verkehrsunfall, der einen positiven Test hat, als Corona-Toter gewertet wird. Wie kann man mit solchen Daten überhaupt arbeiten? Und ich habe nachgeguckt, ich habe keine Kritik Ihrerseits gefunden. Das können Sie jetzt gerne korrigieren. Sie hatten beste
Beziehung zur Bundeskanzlerin, Sie haben beste Beziehung zu den Regierungen gehabt. Warum wird mit solchen Zahlen gearbeitet?
Prof. Drosten: Also, die Begrifflichkeit ist ja nicht im Kanzleramt entstanden, sondern in den Medien. Das ist eine rein sprachliche Ungenauigkeit oder semantische Verschiebung, oder wie auch immer man das nennen möchte. In anderen Ländern ist das Thema nie relevant gewesen, weil es nicht relevant ist. Und vielleicht kann man einfach mal mit dem gesunden Menschenverstand daran gehen, wenn es so wäre, dass in relevantem Maße solche Verwechslungen auftreten würden, also dass wir in Wirklichkeit an was anderem verstorbene Leute in den Statistiken hätten, dann dürfte man ja keine Todeswellen sehen, die einhergehen, die parallel laufen mit der Inzidenz.
– Ausblendung –
Prof. Homburg: Drosten behauptet zunächst, die massenhafte Umetikettierung von Krebs-, Unfall- und Grippetoten in Corona-Tote sei irrelevant und werde im Ausland nicht diskutiert. Das ist natürlich falsch, zumal diese Debatte in den USA begann. Anschließend bagatellisiert Drosten einen schweren methodischen Fehler zur bloßen Verwechslung. Und zuletzt behauptet er tatsächlich, die Sterbewellen gingen mit der PCR-Inzidenz einher.
An dieser Stelle, meine Damen und Herren, hätten wir das PCR-Fantasie-Gebäude mit zwei Grafiken zum Einsturz bringen können. Leider dürfen wir aber keine Grafiken zeigen. Der Bund fürchtet urheberrechtliche Probleme, selbst wenn es um Grafiken seiner eigenen Behörden RKI und Destatis geht.
Vielleicht fürchtet er auch, einige Abgeordneten könnten plötzlich aufwachen.
– Einblendung einer Graphik min. 16:40 –
Nun wohl, in dieser Sendung darf ich Zahlen wöchentlicher Sterbefälle zeigen. Diese wiesen immer schon ein ausgeprägtes Wellenmuster auf mit einem Höhepunkt Anfang 2018, also vor Corona und einem weiteren Höhepunkt Ende 2022. Im Winter sterben stets mehr Menschen als im Sommer und zwar aus vielerlei Gründen. Und es gibt auch mehr Erkältungen im Winter durch vielerlei Viren. Der damit mögliche scheinbare Zusammenhang zwischen Sterbefällen und Inzidenzen wird aber durch den Einfluss der Politik überlagert.
– Einblendung einer weiteren Graphik –
In dieser Grafik des Bundesgesundheitsministeriums erkennen Sie ein völlig anderes Muster, als bei den Sterbefällen. Je mehr gesunde Schulkinder, Kitakinder und unbehandelte Arbeitnehmer zwangsweise getestet wurden, desto höher waren natürlich die PCR-Zahlen. Das von Drosten behauptete Einhergehen von Inzidenzen und Sterbefällen existiert in den amtlichen Daten schlicht nicht. Vielmehr erreichte die Inzidenz ihren Höhepunkt im Frühjahr 2022, kurz vor einer Bundestagsabstimmung über allgemeine medizinische Zwangsbehandlung. Anschließend verlor die Regierung das Interesse am Thema.
Positive PCR-tests sind also kein medizinisch nützlicher Indikator, sondern sie sind ein politisches Druckmittel.
4.
In der folgenden Szene stellt die Abgeordnete Dr. Christina Baum zwei wichtige und empathische Fragen und erhält darauf bemerkenswerte Antworten.
– Einblendung min. 18:24 -:
Dr. Christina Baum: (Und wie ordnen Sie dann die Aussage von Frau Dr. Birgit Keller-Stanislawski ein, der Abteilungsleiterin Sicherheit von Arzneimittel und Medizinprodukten am Paul Ehrlich Institut vom 1.09.2023 bei der Anhörung im zweiten Corona-Untersuchungs-Ausschuss) – (versehentlich weggelassen s. https://www.youtube.com/watch?v=ZpZn3aw1Gk8, min. 6:05) … im Landtag Potsdam. Sie sagte wörtlich: „Es gab Leute, die haben sich nur um Todesfälle gekümmert und Leute, die haben sich nur um Myokarditis gekümmert. Wir hatten ja viel mehr Arbeit als je zuvor nur durch nur durch diesen Impfstoff.“ Wie bewerten Sie diese Aussage?
Prof. Drosten: Das will ich gar nicht bewerten. Warum sollte ich denn Aussagen von Leuten bewerten, die ich noch nicht mal kenne zu einer Zeit? Wer weiß, ob sie das überhaupt richtig zitieren. Ich kann doch gar nichts dazu sagen.
Dr. Christina Baum: Danke schön. Dann noch eine Frage und zwar ist jetzt am Wochenende ja bekannt geworden, dass die FDA festgestellt hat, dass mindestens zehn Kinder nach und infolge einer Covid-impfung verstorben sind. Können Sie es als Mediziner verantworten, wenn billigend in Kauf genommen wird, dass auch nur ein gesunder Mensch, der keiner medizinischen Behandlung bedarf, durch mRNA Injektion geschädigt wird oder sogar daran stirbt?
Prof. Drosten: Wollen Sie mir jetzt sagen, dass ich für die Todesfälle dieser zehn Kinder irgendwie verantwortlich bin?
– Ausblendung –
Prof. Homburg: Ist Ihnen aufgefallen, wie Drosten nicht nur die Echtheit des bekannten Zitats von Frau Dr. Keller-Stanislavski anzweifelte, das damals großen Wirbel auslöste, sondern sogar vorgab, seine Co-Autorin gar nicht zu kennen. Dabei hatte er erst 2020 gemeinsam mit der leitenden Beamtin des Paul Ehrlich Instituts zu Corona publiziert. Eine Lüge jagte die nächste.
– Autoren werden eingeblendet, min. 20:05 –
5.
In der letzten Szene geht es um das Thema Masken. Auch hierbei hatte Drosten eine atemberaubende Kehrtwende vollzogen, zu deren Ursachen ich ihn befragte.
– Einblendung -:
Prof. Homburg: Herr Drosten, Sie sagten am 27. Februar 2020 im NDR:
„Für dieses Tragen von Masken in der normalen Umgebung, da gibt es keine wissenschaftliche Evidenz, dass das irgendeinen Nutzen hat oder irgendeinen Schutz bietet.“
Das deckte sich mit dem nationalen Pandemieplan des RKI, in dem auch kein Maskenzwang drin stand. –
Aber am 18.09.2020 sagten Sie der deutschen Welle:
„Auch wenn wir mit den Impfungen beginnen“, – die ja noch gar nicht zugelassen waren – „wird der größte Teil der Bevölkerung weiter Masken tragen müssen.“
Warum haben Sie Ihre Meinung da so geändert?
Prof. Drosten:
Na ja, in der Zeit ist ja viel Wissenschaft gemacht worden, und es sind zunächst mal Studien gemacht worden zu Corona-Viren, die gab es vorher gar nicht in der Spezifität und dann so …
(Gong – Ende der Redezeit)
– Ausblendung –
Prof. Homburg: Viele wissen nicht, dass es 2020 einen nationalen Pandemieplan gab, den das RKI über Jahrzehnte ausgearbeitet und im März 2020 für Corona ergänzt und aktualisiert hatte. In diesem bis heute gültigen Dokument, das keine Lockdowns oder Schulschließung vorsah und von der Politik geflissentlich ignoriert wurde, empfiehlt das RKI den Maskengebrauch auf medizinisches Personal zu beschränken und keine Alltagsmasken vorzuschreiben.
Dasselbe empfahl auch Drosten im ersten Zitat. Über den Sommer änderte er seine Ansicht aber diametral und verlangte, den Maskenzwang noch lange Zeit aufrechtzuhalten. Ob er schon vor der Zulassung Ende 2020 wusste, dass die neuartigen Substanzen keine sterile Immunität bewirken würden?
Der Clou liegt aber in der Tatsache, dass die erste kontrollierte Zufallsstudie zum Nutzen von Masken, ein dänisches Großexperiment mit tausenden Maskierten bzw. maskenlosen Teilnehmern erst im November 2020 publiziert wurde, also lange nach Drostens Sinneswandel. Und diese Studie fand erneut keinen signifikanten Nutzen des Maskentragens. Sie bestätigte die maskenskeptische interne Haltung des RKI, die wir aus den Protokollen kennen, und die Ergebnisse des Cochrane-Instituts, die als Goldstandard in der Forschung gelten.
Masken waren politisch vorteilhaft, weil sie Angst erzeugten, Solidarität und Kommunikation behinderten und Demo-Verbote ermöglichten. Einen medizinischen Nutzen hatten sie nicht. Der Schaden war indes enorm, sowohl bei Schulkindern mit Entwicklungsstörungen, wie auch z.B. bei Gehörlosen, die bis 2019 durch Lippenlesen selbstbestimmt leben konnten und 2020 hilflos gemacht wurden. Das habe ich von mehreren Betroffenen erfahren.
Kommen wir zum Schluss, meine Damen und Herren. Ähnlich wie Boxen, Turmspringen oder Synchron-Schwimmen sehen solche Befragungen leichter aus als sie sind. Unter Zeitdruck, ohne grafische Hilfsmittel und in einer feindseligen Umgebung, die ständig von der Seitenlinie stichelt, was man im Video nicht mitbekommt, ist es schwierig, jemanden zu stellen, der täuscht, die Unwahrheit sagt, ausweicht und den Empörten spielt.
Trotzdem hat nun ein breites Publikum gesehen, wie Drosten auseinanderfiel, als er zum ersten Mal vor der Kamera mit kritischen Fragen konfrontiert wurde. Strukturierte und inhaltlich belastbare Antworten vermochte er nicht zu geben. Mimik und Gestik waren skurril, und er schien jedes Mal heilfroh, wenn er sich mit dem Gong in die Ecke retten konnte.
Nach meinem Eindruck hat Drosten keinen einzigen seiner Widersprüche nachvollziehbar erklärt und aufgelöst.
Schreiben Sie Ihren Eindruck gerne in die Kommentare. Ich kann zwar nicht alle lesen – bei der Sendung zu Byx waren es über 5000 – aber einige hundert schaffe ich schon.
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4 Kommentare zu „„Eine Lüge jagte die nächste“ – Die Entlarvung des windigen Herrn Drosten“
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