Vom Staat abhängige „Wissenschaftler“ sind keine – prinzipiell nicht

Die Corona-Plandemie hat es für jeden offenbar gemacht. Staatliche „wissenschaftliche“ Institute wie das Robert-Koch-Institut (RKI) und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) z.B. sind dem Bundes-Gesundheitsministeriums untergeordnet und mussten als gesicherte Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung verkünden, was in Wirklichkeit Lügen waren, heimtückisch ins Gewand der Wissenschafts-Autorität gekleidet. Sie sollten den totalitären Lockdown-Maßnahmen des Staates den Anschein der Berechtigung und Notwendigkeit geben, also verbrecherischen politischen Machtzielen dienen. – Dies ist kein personelles Problem, das mit einem Personalwechsel gelöst werden könnte, sondern ein prinzipielles, grundsätzliches.

In Eintracht: Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht mit Gesundheitsminister Jens Spahn das Robert-Koch-Institut, hier abgebildet mit dem Präsidenten des RKI, Lothar H. Wieler am 13.07.2021 (phoenix.de)


Die staatlichen Institute

Sind Wissenschaftler in einer staatlichen Institution angestellt, befinden sie sich in einem Abhängigkeitsverhältnis, in dem sie von ihren Vorgesetzten direkt oder indirekt zur Veröffentlichung gewünschter Ergebnisse angehalten werden können, die sich nicht aus objektiver wissenschaftlicher Forschung ergeben. Sie könnten sich zwar auf das Grundrecht der Wissenschafts- und Forschungsfreiheit nach Art. 5 Abs. 3 des Grundgesetzes berufen, das hier vom Staat fundamental ausgeschaltet wird, doch dazu gehört Mut und die Bereitschaft, dauerhafte persönliche Benachteiligungen bis zum Verlust des gut dotierten Jobs in Kauf zu nehmen. Dazu sind nur wenige willens und imstande. In der Regel lässt man sich als Wissenschaftler eben korrumpieren; denn fliegt man raus, treten doch andere an die Stelle, die sich anpassen.

Staatlich abhängige Wissenschaftler sind grundsätzlich nicht frei in ihrer wissenschaftlichen Forschung, die aber allein der Wahrheit verpflichtet ist und dazu prinzipiell der Freiheit bedarf. Das heißt, ein abhängiger Wissenschaftler ist kein Wissenschaftler mehr. Er ist nicht mehr ausschließlich der Wahrheit verpflichtet, sondern seinem Dienstherren, dem Staat. Daher kann seinen Ergebnissen grundsätzlich überhaupt nicht vertraut werden, denn man weiß nicht, ob sie wahr sind oder auf Druck des Dienstherrn für politische Interessen verfälscht oder ganz erlogen sind.

Das bedeutet: RKI und PEI sind von vorneherein überhaupt nicht vertrauens- und glaubwürdig, wenn sie irgendetwas im Namen der Wissenschaft verkünden. Das muss mit den Ereignissen in der staatlich inszenierten Corona-Plandemie jedem offenbar geworden sein. Ohne die Lügen der angeblichen „Wissenschaftler“ dieser staatlichen Institute, ohne dass sie sich zu korrupten Komplizen der Politik hätten machen lassen, wären die totalitären Maßnahmen mit zusätzlichen Krankheiten, Existenzverlust und Tod vieler Menschen, es wäre auch die gläubige Folgsamkeit des größten Teils der Bevölkerung nicht möglich gewesen.1
Wer diesen Institutionen immer noch vertraut, unterstützt weiter das System der staatlichen Prostituierung der Wissenschaft.

Das Problem kann durch eine Besetzung mit integren Menschen nicht gelöst werden, da das System immer wieder den Missbrauch möglich macht. Daraus ergibt sich zwingend, dass die Wissenschaft prinzipiell nicht in die Hände des Staates gehören kann.

Die staatlichen Hochschulen

Auch die Forschenden und Lehrenden an den staatlichen Hochschulen stehen in einem gewissen Abhängigkeitsverhältnis. Es können ihnen zwar von den Kultusministerien keine Weisungen erteilt werden, aber sie sind in Bezug auf ihr Einkommen und die finanzielle Ausstattung der Hochschule vom Staat abhängig.
Und der Staat ist nicht neutral, er wird in Legislative und Exekutive jeweils von bestimmten Parteien beherrscht, die auch ihre Auffassungen von Wissenschaft und die Favorisierung bestimmter Wissenschaften und Forschungsrichtungen zur Geltung bringen. Diese Politik findet über die Kultusministerien in der finanziellen Ausstattung und indirekt auch in der personellen Besetzung der Hochschulen ihren Niederschlag, letzteres umso stärker, je mehr stramme Parteigenossen bereits Mitglieder des Lehrkörpers sind und über Bewerbungen mitentscheiden.

So ist z.B. bekannt, dass an den Hochschulen spezielle staatliche Forschungsmittel für Klima-Forschungen nur solche Professoren erhalten, welche die These des menschengemachten gefährlichen Klimawandels vertreten.2  Hier spielt auch das politische UN-Gremium des Weltklimarates eine starke Rolle, der aber gerade bei bestimmten politischen Parteien willkommenes Gehör findet, die entsprechend auf die staatlichen Hochschulen einwirken.
Auch kann der Staat einfach neue Studiengänge wie die „Gender-Studies“ etablieren, wogegen sich die Hochschule auch mit wissenschaftlichen Bedenken kaum wehren kann.

Die Fakultäten sind vielfach finanziell so knapp ausgestattet, dass sie auch auf sogenannte „Drittmittel“ für Forschungsaufträge aus der Wirtschaft angewiesen sind und dadurch praktisch zu Dienstleistern wirtschaftlicher Unternehmer werden. Hier entsteht aber leicht die Korruption von der anderen Seite, da die Gelder der Unternehmen natürlich in der Regel mit bestimmten Erwartungen für das Ergebnis verbunden sind.3

Auch nimmt die EU durch das „Jean Monnet-Hochschulprogramm“ Einfluss auf die Wissenschaft der Universitäten, was vom politischen Dienstherrn willkommen geheißen wird, insbesondere durch die Einrichtung von Jean-Monnet-Lehrstühlen, die sich speziell der europäischen Integration widmen.4

Einen außerordentlich tiefgreifenden Einfluss auf die Studiengänge und Abschlüsse an den Hochschulen, und damit auch auf die Wissenschaften selbst, hat die am 19. Juni 1999 verkündete „Bologna-Erklärung“ von 29 nicht nur der EU angehörenden  europäischen Bildungsministern. Es wurde ein einheitlicher europäischer Hochschulraum geschaffen, in dem die Studiengänge und -abschlüsse „harmonisiert“, d. h. durch ein zweistufiges System berufsqualifizierender Abschlüsse (Bachelor/Master) vereinheitlicht worden sind. Dazu wurden die Studiengänge in einzelne Lern-Module aufgegliedert. Alles über die Köpfe der „freien“ Wissenschaftler hinweg.
Dabei deutet die Formulierung in der Bologna-Erklärung an, worum es inhaltlich geht: „die arbeitsmarktrelevanten Qualifikationen der europäischen Bürger ebenso wie die internationale Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Hochschulsystems zu fördern.“ Daraus spricht der ökonomistische Geist der neoliberalen, eng mit der OECD zusammenwirkenden EU, der es grundsätzlich um die Ausrichtung von Wissenschaft und Forschung auf die Interessen und Ziele der profitorientierten kapitalistischen Wirtschaft geht, nicht um unabhängige Wissenschaft und nicht um Bildung.5

Wer als junger Wissenschaftler an einer staatlichen Hochschule Karriere machen will, muss sich nach dem herrschenden politischen Wind richten. Er wird nur zu einer Promotion kommen, wenn er ein Thema vermeidet, das politisch nicht erwünscht ist. Ebenso wird er es schwer haben, Professor zu werden und wissenschaftlichen Einfluss zu gewinnen, wenn er allzu kritische Themen gegenüber den politisch geförderten Wissenschaftsrichtungen übt oder gar das herrschende politische System kritisiert.6
So war es in der staatlich inszenierten Corona-„Pandemie“ auffällig, dass Kritiker aus der Wissenschaft ignoriert oder gar diffamiert und verfolgt wurden, und vor allem handelte es sich zumeist um Professoren im Ruhestand, die ihr Karriere hinter sich hatten. Nur wenige waren noch aktiv an einer Hochschule tätig, deren persönlicher Mut umso höher zu bewerten ist.

Das Fazit ist, dass auch an den staatlichen Hochschulen die Wissenschaft nicht frei, sondern in hohem Maße vom politischen Staat und über ihn auch von der Wirtschaft abhängig ist. Dadurch wird sie in ihrem Wesen kastriert, entkernt, korrumpiert, zur gefälligen Dienstleistung für Andere prostituiert. Sie ist keine Wissenschaft mehr – die allein dem Geiste der Wahrheit verpflichtet ist – sie täuscht Wissenschaft nur vor, hüllt sich, wie jede Lüge, in das Kleid der Wahrheit, um sie selbst heimtückisch auszuschalten, ihre Realisierung zu verhindern und das gesellschaftliche Leben zur Entwicklung des freien Menschen zu zerstören. Totalitäre Regime haben immer zuerst die Wissenschaft in ihren Dienst gezwungen.

Es gibt keine andere Lösung, als die Wissenschaft in einer eigenen Organisation von Staat und Wirtschaft unabhängig zu machen.

Die „Krone des Geistes“ steht über dem Staat

Solche Erkenntnisse von der Lage der Wissenschaft in der Wirklichkeit und die daraus zu ziehenden Folgerungen treten einem heute selten vor die Augen, in den Mainstream-Medien schon gar nicht, sind diese doch die korrupten Propaganda-Lautsprecher der den Staat beherrschenden politischen Kräfte.
Ein seltener Lichtblick erschien vor kurzem von dem Germanisten und Journalisten Dr. Thomas Hartung auf der alternativen Webseite ansage.org.7

Er sieht die Wissenschaft als die „Krone des Geistes“ an und fordert gleich zu Beginn, dass wir eine andere Vorstellung von ihr bräuchten – eine „neue Gelehrtenrepublik“, die nicht im Dienst des Staates steht, sondern über ihm, also organisatorisch unabhängig von ihm und geistig eine Hierarchie höher, „in der der Geist vor dem Geld, das Recht vor der Macht, das Argument vor der Mehrheit steht“. Doch wie sieht es in Wirklichkeit aus?

„Die deutsche Professorenkaste – jene akademische Klasse, die sich seit Weimar, erst recht seit 1968, als Gewissen der Nation inszeniert – lebt fast vollständig aus öffentlichen Kassen. Der Großteil der Hochschullehrer ist verbeamtet, die Forschungsförderung wird von Ministerien verteilt, Karrieren werden in Gremien entschieden, die politisch durchdrungen sind. Wer so abhängig ist, verwechselt leicht Wahrheitssuche mit Rahmentarifvertrag: Man sagt, was im System sagbar ist, und hält die Anpassung für Moral.“

„Eine echte ´Krone des Geistes` sähe anders aus. Ihre Eliten wären nicht jene, die am besten im Drittmittelantrag die jeweils aktuelle Regierungsparole paraphrasieren, sondern jene, die sich leisten können, gegen alle Regierungen im Namen einer höheren Ordnung zu sprechen: Wahrheit, Recht, Maß, Tradition. Ihre materielle Basis wären Stiftungen, private Hochschulen, unabhängige Verlage, Mäzene – nicht Beamtenstellen und Projektmittel. Erst wer nicht vom Staat lebt, kann ihn wirklich kritisieren. Damit sind wir bei der alten Idee der Gelehrtenrepublik. Sie meint nicht eine Herrschaft der Professoren, sondern eine dünne Schicht von Menschen, deren Hauptberuf nicht die Verwaltung der Gegenwart ist, sondern der Streit um Wahrheit: Philosophen, Historiker, Theologen, Juristen, Naturwissenschaftler, die nicht als Staatserklärer, sondern als Staatskritiker arbeiten.“

Sie entstünden dort, wo man sie nicht funktionalisiert – weder für den Kapitalismus noch für die „wehrhafte Demokratie“. Ein Intellektueller, der seine Daseinsberechtigung daraus beziehe, das jeweils aktuelle Regierungsnarrativ pädagogisch in Schulen und Talkshows zu tragen, sei kein Gelehrter, kein Wissenschaftler, sondern ein Verkünder.
Die Geschichte sei voll von hochgebildeten Verbrechern, aber sie sei ebenso voll von hochgebildeten Widerständlern, die gerade wegen ihrer Bildung hätten Nein sagen können: gegen totalitäre Ideologien, gegen staatliche Willkür. Totalitarismen bräuchten nicht „zu viel Geist“, sondern die Korrumpierung des Geistes: die Gleichschaltung von Karriere, Einkommen und Bekenntnis. Wo diese Verbindung gelöst werde, wo jemand seine materielle Existenz nicht an die Gnade einer Behörde gebunden habe, werde Widerstand überhaupt erst denkbar.

Wer das ernst nehme, müsse die Frage nach den „Eliten, die nicht vom Staat abhängig sind“, radikal stellen: Wo entstehen heute geistige Autoritäten, die sich dem nächsten Extremismus – ob links, rechts, religiös oder technokratisch – entgegenstellen könnten? Sicher nicht in den Demokratiebildungsprogrammen, sicher nicht in „Leitbildern gegen Hass und Hetze“, mit denen Ministerien ihren moralischen Ablasshandel betreiben würden, sondern vielleicht eher dort, wo sich – jenseits der Professorenkarriere – Menschen zusammentun, um eigene Schulen, Verlage, Forschungsinstitute zu gründen.

Die heutige (staatliche) Bildung bestehe darin, junge Menschen zu folgsamen, unkritischen Staatsbürgern zu erziehen. Sie produziere Dienstboten, keine Bürger.
„Der Gegenentwurf ist die alte, heute beinahe subversive Idee der höheren Bildung: eine Erziehung zur Wahrheit, zur Urteilskraft, zur inneren Freiheit – jenseits des Tagesbefehls“, eine Bildungsaristokratie: eine „Krone des Geistes“, „die sich weder vom Staat noch vom Markt kaufen lässt.“

Freies Geistesleben

Was also Dr. Thomas Hartung vorschwebt, ist ein eigenständiges, von Staat und Wirtschaft unabhängiges freies Geistesleben. In ihm erhebt sich der Mensch zur Wahrheit, Weisheit und dem tieferen Sinn des Lebens, die nicht im Irdischen, sondern nur im Geiste zu finden sind. Hier findet der Mensch auch zu sich selbst, zu seinem eigenen geistigen Wesen. Staat und Wirtschaft haben demgegenüber nur eine dienende Funktion. Ja, ihre Funktionen werden erst im geistigen Leben der Wissenschaften gefunden und dann irdisch ausgestaltet. Insofern steht das Geistesleben in seinem inneren Rang über dem Staat und der Wirtschaft. Es muss daher vollkommen frei und unabhängig sein, um der Quell sein zu können, aus dem das Rechts- und das Wirtschaftsleben ständig ernährt und immer wieder erneuert werden.

Ist das Geistesleben von Staat oder Wirtschaft okkupiert, wird es zu deren kurzfristigen Interessen verbogen und missbraucht. Es dient nur der Reproduktion des Bestehenden, und eine wirkliche Entwicklung im Dienste des sich entwickelnden Menschen findet nicht mehr statt.8  Im Gegenteil, die ganze Zivilisation befindet sich in einem Zerstörungsprozess, wie wir ihn intensiv erleben.

Er wird sich fortsetzen, wenn nicht endlich genug Einsichtige ein freies Geistesleben fordern und herbeiführen.

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1   https://fassadenkratzer.de/2024/07/31/das-offengelegte-staatsverbrechen-prof-homburg-zu-den-geleakten-rki-protokollen/
https://fassadenkratzer.de/2024/11/29/systematische-unterdruckung-der-impfschaden-durch-lauterbach-co-erwiesen/#more-15895
2   https://fassadenkratzer.de/2023/09/05/scheinbeweise-einer-co2-klimaerwarmung-und-totale-korruption-der-wissenschaft/
3   https://www.bpb.de/themen/bildung/dossier-bildung/205534/zwischen-freigeist-und-dienstleistung/
4   https://fassadenkratzer.de/2014/02/14/540/
5   https://fassadenkratzer.de/2014/01/17/wie-die-eu-mit-dem-bologna-prozess-die-hochschulen-okkupiert/
6   https://fassadenkratzer.de/2025/06/17/wie-frei-sind-unsere-universitaten/
7   https://ansage.org/die-krone-des-geistes/
8   Vgl. https://fassadenkratzer.de/2015/08/25/der-mensch-als-mass-der-gesellschaft/

 

 

 

 

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Autor: hwludwig

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