Die „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie“ (MWGFD) machen darauf aufmerksam, dass in einer Sendung des NDR-Magazins „Panorama“ vom 26.2.2026 unter dem Titel „Wie Impfgegner die Impfpflicht sabotieren“ zahlreiche Unwahrheiten über die Masern und eine sich daraus ergebende Notwendigkeit zur Impfung verbreitet worden sei. Ihre AG “Masernschutzgesetz” nimmt nachfolgend in einem offenen Brief dazu Stellung. (hl)
veröffentlicht am 04.03.2026 von Team Redaktion
In einer Sendung des Magazins Panorama wurden zahlreiche Unwahrheiten über die Masern und eine sich daraus ergebende Notwendigkeit zur Impfung verbreitet.
Beschämend für die Autoren des Beitrages ist bereits, dass die vermeintlichen Informationen zu den Masern von einem Kinderarzt aus Vilsbiburg, der sichtlich keine praktische Erfahrung mit Masernerkrankungen hat, und dem gelernten Bankkaufmann Jens Spahn stammen. Die Interessenskonflikte beider Herren wurden nicht erwähnt. Jens Spahn ist langjähriger Pharmalobbyist. Herr Dr. Hartig generiert als Kinderarzt einen beträchtlichen Teil seines Einkommens aus Impfungen.
Tatsache ist, dass die Masern eine Kinderkrankheit sind, die seit mindestens 1000 Jahren bekannt ist. Bis zu den 1960er Jahren, als in den USA eine Impfung entwickelt wurde, sah niemand eine Notwendigkeit für eine vorsorgliche Verhinderung einer Masernerkrankung. Auch in den ersten 250 Jahren der Impfgeschichte stand eine Schutzimpfung gegen die Masern nie im Fokus von Impfstoffentwicklern. Prof. Henneberg, ehemaliger Präsident des Robert-Koch-Instituts und Vizepräsident des damaligen Bundesgesundheitsamts, äußerte sich 1962, als es durchaus noch einige wenige Todesfälle durch die Masern gab, wie folgt:
„Eine Impfung gegen Masern ist zurzeit auch aus dem Grunde nicht ratsam, weil die Masern nur in seltenen Fällen, die therapeutisch behandelt werden können, gefährlich werden. Eine Massenprophylaxe ist daher nicht gerechtfertigt.“[1]
Auch später stellte Prof. Henneberg, inzwischen der Leiter des damaligen Bundesgesundheitsamts, im Jahr 1968 bei weit höheren Fallzahlen als heute fest, dass keine Notwendigkeit für eine Schutzimpfung vorliege.[2]
Wieso soll es jetzt eine Notwendigkeit geben, nachdem die Inzidenz nur noch einen Bruchteil der früheren Erkrankungszahlen beträgt und keine Zunahme schwerer Verläufe beobachtet wird. Im Gegenteil: Gab es in der Bundesrepublik Deutschland in den 1960er noch etwa 150 Todesfälle, kommt es jetzt noch alle 10 Jahre zu einem fraglichen Todesfall. Ein kausaler Zusammenhang mit der tödlichen Gehirnentzündung SSPE ist bis heute dubiose Spekulation. Die einzige Studie zum Thema liefert keine Beweise, sondern eher einen gegenteiligen Zusammenhang.[3] Der von Herrn Dr. Hartig als sicher dargestellte Zusammenhang ist sachlich unzutreffend und verbreitet unnötige Panik.
Die Macher des Beitrages sollten folgende gesicherte Fakten zur Kenntnis nehmen:
- Selbst Impflobbyisten müssen eingestehen, dass nur eine auf natürliche Weise durchgemachte Masernerkrankung eine lebenslange Immunität verleiht.
- Für mindestens 32 chronische Krankheiten ist im späteren Leben eine verminderte Krankheitslast belegt, wenn jemand als Kind die Masern natürlich durchgemacht hat.
- Krankheitsausbrüche betreffen heute meist zu einem Drittel Geimpfte.
- Tödliche Verläufe sind bisher nur bei Geimpften und Behandelten, nicht aber im Spontanverlauf belegt.
- Als in der Bundesrepublik Deutschland eine relevante Impfquote ab dem Jahr 1980 erreicht wurde, war die Zahl der Todesfälle gegenüber 1960 bereits um mehr als 99% zurückgegangen.
- In den USA startete 1964 eine Massenimpfkampagne mit dem Ziel einer „Ausrottung“ der Masern. Trotz immer wieder erneuerter Kampagnen sind dort die Masern bis heute nicht verschwunden.
- Es gibt bis heute keine einzige Studie zur Sicherheit der Masernimpfstoffe, bei welcher diese im Vergleich zu einer Kontrollgruppe aus Kindern, die ein echtes Placebo (Kochsalzlösung) erhalten haben, überprüft wurden.[4]
- Tatsächlich zeigen amerikanische Statistiken, dass Todesfälle nach Masernimpfungen sogar 16-fach höher sind, als Todesfälle durch die Masernkrankheit selbst. [5]
- Auch der sogenannte „Plötzliche Kindstod“ oder auch „Sudden Infant Death Syndrome“ SIDS trat in 97 Prozent aller Fälle innerhalb von 10 Tagen nach einer Impfung (auch anderer Impfungen als der MMR-Impfung) des Säuglings ein.[6]
Wie können Sie vor diesem Hintergrund für eine Masernimpfung Stimmung machen?
Die Arbeitsgruppe „Masernschutzgesetz“ der MWGFD e.V.
Beate Bahner, Prof. Dr. Sucharit Bhakdi, Prof. Dr. Paul Cullen, Andreas Diemer, Dr. Hans-Michael Hackenberg, Dr. Claus Köhnlein, Dr. Gerd Reuther, Prof. DDr. Christian Schubert, Prof (a.D.) Dr. Andreas Sönnichsen, Hans Tolzin, Dr. Ronald Weikl, Dr. Wolfgang Wodarg
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[1] Bundesgesundheitsblatt Nr. 4/1962, S. 55-58
[2] Henneberg G: Masernschutzimpfung. Gutachten des Bundesgesundheitsamtes nach dem Stand von Oktober 1968. Springer; Berlin/Heidelberg/New York 1969
[3] Schönberger K et al. Epidemiology of Subacute Sclerosing Panencephalitis (SSPE) in Germany from 2003 to 2009: A Risk Estimation. PLoS ONE 8(7): e68909; doi:10.1371/journal.pone.0068909
[4] Bahner, Masernimpfung und Masernschutzgesetz: Zwischen Recht und Medizin, Vernunft und Mythos, S. 67 ff.
[5] Wie vor, S. 82 ff.
[6] Wie vor, S. 212 ff.
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Quelle:
https://www.mwgfd.org/2026/03/offener-brief-zur-propaganda-der-panorama-sendung-des-ndr/
