Nie wieder kriegstüchtig – Stehen wir auf für Frieden!

In einer „ungehaltenen Rede“ ruft die Berliner Lehrerin Änne Dulon dazu auf, sich des eigetretenen Bewusstseinswandels vom Untertanen zum freien, selbstbestimmten Menschen bewusst zu werden, der keine „Staats- und Fremdherrschaft“ mehr erträgt, die sich in die modernsten Formen der Kleptokratie und Algokratie steigert. Und Sie appelliert an alle Friedliebenden, sich miteinander zu verbinden und der zerstörerischen und kriegerischen Staatsherrschaft gemeinsam entgegenzutreten und sie in Selbstverwaltungen freier Menschen zu verwandeln. (hl)

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Nie wieder kriegstüchtig – Stehen wir auf für Frieden!


Ungehaltene DEMO-Rede von Änne Dulon auf der Friedenskundgebung auf dem Bebelplatz in Berlin am 3.Oktober 2025 und Folgende

Liebe Angehörige der Menschheits- und Friedensfamilie!

Was eint uns? – Unsere wachsende Friedensfähigkeit, die wir der nun verordneten Kriegstüchtigkeit entgegen stellen! Wir alle sind in das Zeitalter der Mündigkeit eingetreten als selbstbestimmte und miteinander in Kooperation lebende Gestalter unserer Gemeinwesen. Die Zeit der Staats- und Fremdherrschaft über uns ist längst vorbei! –

Die Form unseres Zusammenlebens obliegt der Verantwortung sach- und menschenkundiger Beratungsgruppen und nicht eigensüchtigen Interessenverbänden, die sich in scheindemokratischen Veranstaltungen bestätigt sehen und weltweit in mafiösen Strukturen agieren. –

Alle Versuche der Beherrschung müssen an ihrer Sinnlosigkeit scheitern, da unsere Mündigkeit und Wachheit diese Versuche bis in ihre modernsten Formen der Kleptokratie (Herrschaft der Plünderer, Diebesherrschaft, hl) und Algokratie (Herrschaft der Algorithmen, hl) durchschaut. – Umso übler, perfider und zynischer muss sich Herrschaftsverlangen gebärden, sich mit aller Kraft aufzubäumen und zu versuchen, jungen Wein in alte, vergammelte Schläuche zu zwängen. Dazu gehören nicht nur die Verbrechen gegenüber jedem einzelnen Menschen, – dessen Autonomie Tatsache, Menschenwürde und heiligstes Gut ist -, durch Kontrolle und inquisitorische Maßnahmen zu erniedrigen, sondern auch die lange schon überholte Weise, internationale Konflikte zu lösen: Durch Kriege.-

Längst haben wir im Zusammenleben Formen und Methoden entwickelt, in Konflikten vermittelnd, versöhnlich und gesprächsweise zu verhandeln, in dem unser Wille sich empor gerungen hat, die Bedürfnisse des anderen ebenso ernst zu nehmen wie die eigenen und von unserem Standpunkt aus Brücken zu bauen.

Die Zeit jeglicher Gegnerschaft ist vorbei, gehört ebenso zum Alten wie einseitig ichbezogener Behauptungswille, im Kleinen wie im Großen. Wir sind schon viel weiter und müssen unser Ideal der Verbrüderung durch tägliche absurde Manipulationsversuche bedroht sehen.

Wir wollen eine schwesterlich-brüderliche Welt, die der Würde des Menschen nach Leib, Seele und seinem Geist als Bedingung seiner Freiheit gerecht wird.- Dies wird gewährleistet werden in einem gegliederten Gemeinwesen, das in ein Wirtschaftsgebiet, in dem für einander Arbeitsleistungen erbracht werden und Machtinteressen keine Rolle spielen, einen Rechtsbereich, der sich an eben der Würde jedes einzelnen Menschen orientiert und einen Bereich freier geistiger Betätigung in Kunst, Religion, Bildung und Wissenschaft ohne Gängelung und Zensur organisch geordnet ist.-

Unser Denken selber erfährt derzeit eine Verwandlung. Es will sich an die Herzenskräfte anschließen, Das Interesse am anderen Menschen und seiner jeweiligen Situation ist deutlich gewachsen. – Wenden wir unseren Blick auf die faszinierende, aber dennoch kalte Welt der künstlichen Intelligenz, die nichts anderes repräsentiert als das Alte, das wir überwinden müssen auf dem Gebiet des Denkens, so können wir dieser Wahrheit innewerden.-

KI ist ein Konstrukt menschlichen Geistes, dennoch hat sich hier das in seiner Art gefesselte und überholte Denken manifestiert. Das neue Denken kann erleben – sich selbst und tiefere, eben lebendigere Eigenschaften des bedachten Gegenstandes. Am Gegensatz zur abstrakt logischen KI können wir das wahre, in seinem Wesen schöpferische und auf diese Weise moralische Denken selbst gewahr werden.

Die Technik – so clever, hilfreich, brauchbar und vielleicht unverzichtbar sie sein mag, so gnadenlos amoralisch ist sie und deshalb auch für Unmoral wie geschaffen. Lassen wir uns auf sie ein, müssen wir die Qualität unseres Menschseins stärken – diese liegt in derzeit unbeliebten und auch unbesprochenen Bereichen wie Gewissen, Moral und Freiheit. Dies machen sich die Kriegstreiber und Manipulatoren zu Nutze: Durch Umwortung aller Worte. Sie nennen Kriegsdienst Freiheitsdienst, Kriegsschulden Sondervermögen, Krieg den Weg zum Frieden.

Hören wir aber den Morgenruf nach Veränderungsnotwendigkeit des Denkens nicht, so gebiert unsere Bequemlichkeit zwei Kinder, die gegenwärtig nicht nur geboren, sondern gut genährt ihr Unwesen treiben:

DIE LÜGE und DIE GEWALT

Das abstrakt-logische Denken tendiert zum Bösen, da es sich nicht verbindet mit dem Geist. Es will seinem Wesen nach Beherrschung und Übergriff. Nur durch moralische Kräfte können wir als Menschen unsere Ziele erreichen. Die Kräfte unseres wahren Menschseins wollen ans Licht und sich betätigen. Sie wollen und werden sich nicht mehr verdunkeln und zurückdrängen lassen.

Deshalb sind wir heute zusammen hier und stehen auf. Wir sind Viele und wir kommen wieder! –

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Anmerkung:

Die Rede knüpft im Grunde inhaltlich an den vorigen Artikel an. Denn die Staatsherrschaft wird primär durch die Regierungen ausgeübt, die es dringend zu verwandeln gilt:
https://fassadenkratzer.de/2025/10/17/eine-regierung-ist-in-der-demokratie-ein-autoritarer-fremdkorper/

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Autor: hwludwig

herwilud@gmx.de

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