Der offenbare Vorgang einer wundersamen Heilung

Für die materialistische Medizin besteht der Leib des Menschen nur aus materiellen Stoffen und Prozessen. Sie lebt damit jedoch in einer illusionären Sackgasse. Denn kein lebender Organismus kann ohne eine immaterielle Lebenskraft da sein, welche die physischen Stoffe von innen in eine bestimmte Gestalt zwingt, die sie von sich aus niemals annehmen können, und die sie in ständigen Prozessen aufrechterhält, entfalten und wachsen lässt. 1 Diese Lebenskraft ist daher auch die eigentliche Heilkraft. Im Folgenden sei von einem wundersamen Heilungsvorgang berichtet, der ganz aus den das Physische erneuernden Lebenskräften heraus geführt wurde, ohne irgendwelche physischen Mittel zu Hilfe zu nehmen.

Daskalos

Die Rede soll sein von dem spirituellen Lehrer und Heiler„Daskalos“, der auf Zypern lebte und dort 1995 gestorben ist. Mit bürgerlichem Namen hieß er Stylianos Atteshlis. Sein Vater war Admiral der britischen Mittelmeer-Flotte, seine Mutter war Griechin. Daskalos hatte eine außerordentlich vielseitige Bildung durchlaufen. Er besaß drei Doktortitel, zwei Diplome in Musik, war Preisträger als Kunstmaler und auch Major der britischen Armee.

Weltweit bekannt geworden ist er in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts durch drei Bücher des amerikanischen Soziologen zyprischer Abstammung Kyriacos C. Markides. Im ersten „Der Magus von Strovolos“ 2 schildert dieser aus eigenem Miterleben die übersinnlichen Erkenntnisse und Fähigkeiten, durch die Daskalos mit geistigen Kräften helfend und heilend in das Physische hineinwirkte. Dieses Buch hat Daskalos ausdrücklich gebilligt, während er die beiden anderen ebenso deutlich ablehnte.

Aus den Schilderungen in dem Buch „Der Magus von Strovolos“ geht hervor: Daskalos war ein tief fühlender Christ und wirkte aus einer überströmenden Fülle von Liebe zu Gott und den Menschen. Für die vielen Heilungen ließ er sich nie bezahlen.
Von einer besonders eindrucksvollen Heilung sei nachfolgend berichtet.

Die Beziehung von Kyriacos Markides zu Daskalos war unter seinen Freunden und Bekannten allmählich bekannt geworden. So machte ihn eines Tages ein Bekannter auf eine Frau aufmerksam, die ein schweres Wirbelsäulen-Leiden hatte und bat ihn, Daskalos zu fragen, ob dieser willens sei, der Frau zu helfen und sie dazu in ihrer Wohnung aufzusuchen, da sie an das Bett gebunden sei; ein Transport bereite ihr unerträgliche Schmerzen.
Die Patientin hatte zuvor schon alle führenden Ärzte Zyperns konsultiert, doch keiner hatte ihr helfen können. Auch in einem israelischen Krankenhaus hatte sie längere Zeit gelegen, ohne dass es ihr eine Besserung gebracht hätte. Dagegen verschlimmerten sich ihre Leiden zusehends.

Die Heilung

Markides schreibt:
„Als ich Daskalos anrief, erklärte er sich bereit, noch am selben Tage zu der Frau zu fahren. Ohne weitere Verzögerung fuhr ich, zusammen mit der Schwiegertochter der Patientin, nach Strovolos (Stadtteil der Hauptstadt Nikosia, hl). Wir luden Daskalos ein und erreichten nach einer weiteren Viertelstunde das Haus der Kranken. (…)
Einige Verwandte hielten sich im Hause auf, und der Sohn der Patientin war gerade zu Hause zu Besuch. … Daskalos schien recht leutselig, wie so oft – trotz seiner eigenen Probleme. Bevor wir dann das Schlafzimmer der Kranken betraten, blieb er einige Sekunden im Flur stehen, um ein Gemälde zu betrachten, das an der Wand zum Zimmer der Patientin hing. Es war ein Druck von El Grecos ´Heiliger Hyronymus`. Daskalos erkannte das Bild und bewunderte es. Dann betrat er das Zimmer.

Die Frau schien in den Fünfzigern und machte einen sehr kultivierten Eindruck. … ´Was ist denn mit Ihnen los?`, fragte Daskalos sie scheinbar überrascht. Sein scherzhafter Ton ´brach das Eis` sofort, und die Frau berichtete lächelnd, dass ihre Wirbel ständig aus der richtigen Stellung wegglitten, und die Ärzte könnten nichts unternehmen, um ihr zu helfen. Wir hörten, dass sie schon sehr schmerzhafte Behandlungen auf Zypern und in Israel hinter sich hatte, wo die Ärzte ihr die Wirbelsäule buchstäblich verdrehten, um die Wirbel wieder an ihren Platz zurück zu zwingen. … Wir erfuhren, dass ein berühmter Spezialist in Israel ihr den Rat gegeben hatte, sie solle lernen, mit ihren Schmerzen zu leben, da ihr Fall unheilbar sei. Diese Empfehlung hatten ihr auch schon Ärzte auf Zypern gegeben.

Ohne zu zögern und ohne weitere Fragen zu stellen, bat Daskalos die beiden Frauen, die noch im Raume waren, die Patientin umzudrehen und ihr den Oberkörper zu entkleiden. Ich stand bei der Türe und beabsichtigte, die ganze Operation so genau wie möglich zu beobachten. Dann legte Daskalos die Hände auf den Rücken der Frau und fing an, sanft über den Rücken zu streichen und sie zu massieren. ´Nur nicht verspannen`, forderte er die Frau auf, ´lass ganz locker. Es wird nicht weh tun.` Während er mit den Händen entlang der Wirbelsäule auf und ab strich, blickte Daskalos zu uns herüber und legte seine Diagnose des Falles dar.

´Es ist ernst`, sagte er. ´Ihre ganze Wirbelsäule ist durcheinander. Die Wirbel stehen nicht aufeinander, wie sie sollten, und die Knochensubstanz ist schon reichlich porös.` Er sagte, er wolle die Knochen weich und formbar machen, damit er sie an die richtigen Stellen zurückbringen und wieder verfestigen könne. –

´Kommt und seht´, schlug er vor, nachdem er noch einmal einige Minuten die Wirbelsäule entlanggestrichen hatte. ´Jetzt sind die Knochen ganz weich. Kommt und prüft mit eigenen Händen nach.`
Die beiden Frauen, die Daskalos am nächsten standen – darunter die Schwiegertochter der Patientin – traten vor und drückten mit den Finger auf die Wirbelsäule. Ich bedaure, mich nicht ebenfalls getraut zu haben, weil ich die Frau noch nie zuvor gesehen hatte und es mir etwas peinlich war, ihr jetzt meine Finger auf den bloßen Rücken zu drücken. Aber ich bemerkte das Erstaunen der Frauen, die Daskalos` Aufforderung nachgekommen waren. Später erzählten sie mir, dass die Knochen sich weich wie ein Schwamm angefühlt hatten.

´Jetzt`, kündigte Daskalos an, als gebe er einer Gruppe von Assistenzärzten im Operationssaal Unterweisungen, ´werde ich die Knochen an die richtigen Stellen zurücksetzen und sie dann verfestigen. Ich habe die Kristallstrukturen schon dematerialisiert.` –
Nach einigen weiteren Minuten sanfter Streichungen war die Behandlung beendet. Der ganze Vorgang hatte ungefähr fünfundzwanzig Minuten gedauert.

´Jetzt bist du wieder in Ordnung`, sagte er zu der Frau in selbstverständlichem Vertrauen in das, was er vollbracht hatte. ´Dreh dich herum und stehe auf. Du bist jetzt völlig geheilt. Deine Wirbelsäule ist gerade, und alle Wirbel sind genau da, wo sie sein sollen.`

Zum Erstaunen aller Anwesenden stieg die Patientin aus dem Bett und begann ohne Hilfe und ohne Schmerzen auf und ab zu gehen. Ihre Miene hellte sich auf aus freudiger Erregung. ´Und nun`, forderte Daskalos sie auf, ´beuge dich ein paarmal zu den Füßen hinunter.` Sie folgte seinen Anweisungen mit Leichtigkeit und offensichtlich ohne Beschwerden. Die Patientin war ganz außer sich, streckte die Ellbogen und seufzte tief vor Erleichterung. Die Atmosphäre im Zimmer war begeisternd. Daskalos sah zufrieden aus, aber er schien nicht besonders beeindruckt durch diesen Erfolg. Er blickte recht sachlich, wie ein Geburtshelfer, der eine gute Entbindung abgeschlossen hat – eine Routineangelegenheit. (…)

Bevor wir das Haus verließen, teilte Daskalos Mrs. Katina, der Patientin, noch mit, welche Nahrungsmittel sie meiden sollte. Sie hörte aufmerksam zu, als er ihr einen Kurzvortrag über vernünftige Ernährung hielt. ´Du solltest auch`, stellte er fest, ´täglich ein Vitamin-B-Komplex-Mittel einnehmen. Außerdem jeden Tag einige Minuten einfache Übungen wie Beugen und Strecken der Wirbelsäule.“

Mrs. Katina, die ihre Heilung noch kaum habe fassen können, sei danach zu ihrem erstaunten Radiologen gegangen, der neue Röntgenbilder ihrer Wirbelsäule aufgenommen habe. Zu seiner großen Verwunderung hätten sie drastische Unterschiede im Vergleich zu den Aufnahmen gezeigt, die erst eine Woche vor Daskalos` Besuch entstanden seien. Die neuen Röntgenbilder würden eine normale Wirbelsäule zeigen.

Kyriacos Markides habe Mrs. Katina kurz darauf noch einmal aufgesucht. Sie habe ihm die Röntgenbilder gezeigt und schließlich geschenkt, zusätzlich noch alle medizinischen Dokumente und Arztberichte über ihre Krankheitsgeschichte.

Spirituelle Hintergründe

Markides habe am nächsten Tag Daskalos bei einem der regelmäßigen Zusammenkünfte mit seinen Schülern getroffen. Zufällig sei das Thema Heilen an der Tagesordnung gewesen. Nach einem kurzen Gebet habe Daskalos ausgeführt, die „ätherische Energie“ (von Rudolf Steiner „Lebens- oder Ätherkraft genannt) sinke ab, „wenn wir Wünsche und Gedanken hegen, die in uns Schwingungen von Furchtsamkeit, Niedergeschlagenheit, Sturheit, Zorn, Hass und ähnliche krankhafte Emotionen erzeugen.“
Die anfälligsten Teile unseres Körpers zeigten dann allmählich einen Mangel an ausreichender Vitalitätszufuhr.

Die ätherische Vitalität erhalte uns bei guter Gesundheit. „Wenn wir zu Gott beten, und um ´unser täglich Brot` bitten, dann bitten wir in Wirklichkeit um lebensspendenden Äther. Es ist nicht das Brot, wonach wir verlangen. Ätherische Vitalität brauchen wir, nicht nur um den materiellen Körper bei guter Gesundheit zu erhalten, sondern auch um unseren psychischen (seelischen) und noetischen (geistigen) Körper zu erhalten.“

 Auf die Frage eines Schülers nach der Rolle des Gebetes als Vorbereitung für eine Heilung habe Daskalos gesagt, das Gebet sei sehr wichtig, um den richtigen Gemütszustand zu erreichen, der ein besseres Helfen ermögliche. Was ihn angehe, so genüge es ihm, wenn er denke: ´Dein Wille geschehe` … und dann die Behandlung beginne.
Andererseits sollte ein Wahrheitsforscher ohne Unterlass beten. Jeder seiner Gedanken sollte eine ständige Danksagung an den Absoluten sein. Jede seiner Handlungen muss Ausdruck des Gebetes sein. Das hatte Paulus im Sinne, als er uns aufrief: ´Betet ohne Unterlass!` Der … Wahrheitsforscher muss ohne Unterlass beten in seinem Tun, Denken und Fühlen. Wenn wir eingestimmt sind auf das Göttliche, brauchen wir vor einer Behandlung keine besondere Zeit des Gebetes.“

Daskalos habe weiter mitgesteilt, dass ein Hellsichtiger (der die höheren Wesensglieder des Menschen wahrnehmen kann), schon an der Aura sehe, wo der Vitalitätsmangel vorliege. Mit der richtigen Konzentration könne der Heiler dann die Stelle im ätherischen Doppel (ätherischen Leib, der den physischen Leib durchdringt) des Patienten auffüllen, wo sich der Mangel zeige. Es sei einem Heiler auch möglich, einen solchen Mangel im ätherischen Doppel des Patienten schon zu sehen, bevor sich auf der grobstofflichen, materiell-körperlichen Ebene Beschwerden eingestellt hätten, und er könne so vorbeugend wirken.

Markides habe Daskalos gefragt, ob er im Voraus feststellen könne, dass sich ein bestimmter Fall heilen lasse oder nicht.
Der Erfolg liegt nicht in unseren Händen“, habe Daskalos geantwortet, „der Wahrheitsforscher muss deshalb die egoistische Neigung überwinden, eine Heilung zu erwarten, wann immer er einem Patienten die Hände auflegt. Alles was wir tun können, ist zu versuchen zu helfen und weiterhin unseren Pflichten und Verantwortlichkeiten nachzukommen. Gelegentlich erlebst du ein Heilungsphänomen, das dich glatt an deinem Verstand zweifeln lässt. Du legst da einfach die Hand auf die Wunde, und dann beschleunigt sich der Heilungsvorgang, und innerhalb weniger Augenblicke ist die Wunde verheilt. Aber es ist auch möglich, dass wir nicht gestattet bekommen, die einfachste Form der Heilung zu bewirken. (…)
Wenn eine Heilung nicht eintritt, bedeutet dies, dass eine karmische Schuld vorliegt3, die nicht überwunden ist.“

Auf die Frage, ob es nicht möglich sei, gleich von Anfang an zu wissen, ob das Karma eine Heilung zulasse, habe Daskalos geantwortet:
Nein, das ist nicht zulässig. Wie ich bereits erklärt habe, liegt die Entscheidung, ob eine Heilung stattfinden wird oder nicht, jenseits unseres Vermögens. Wir als Behandler sollten immer bereit sein, unsere ätherische Energie zur Verfügung zu stellen, um jemandem zu helfen, der ihrer bedarf.“

Auf den Einwand, viele Skeptiker hielten eine Heilung nur deshalb für möglich, weil der Patient selbst an den Heiler glaube und eine Genesung dann die Folge starker Suggestion und Autosuggestion, sei er so darauf eingegangen:
In gewissem Sinne ist es korrekt. Suggestion und Autosuggestion sind häufig die notwendigen Voraussetzungen, die eine Behandlung ermöglichen können. Schließlich ist unser Gesundheitszustand das Produkt unserer Gedanken und Emotionen.
Ich stehe zurzeit vor großen Schwierigkeiten bei dem Versuch, einem Polizisten zu helfen, der seit 25 Jahren Polio hat. Sein Hang zum Phantasieren führt häufig zu schädlichen Autosuggestionen, die sein körperliches Wohlbefinden unterminieren. Wir sehen uns jede Woche, aber was auch immer ich schaffe, zerstört er wieder mit seiner Gereiztheit. Ich versuche, ihm klarzumachen, dass seine Einstellung all seine ätherische Energie auffrisst und somit seine Heilung verhindert. Er bezweifelt, dass er rasch genesen könnte. Der Zweifel wirkt als eine Art negative Autosuggestion, die seine Gesundung verzögert.“

Die Heilung durch homöopathische und anthroposophische Ärzte

Ein homöopathischer oder anthroposophischer Arzt hat natürlich in der Regel nicht die spirituellen Erkenntnis- und Heilungs-Fähigkeiten eines so weit entwickelten Eingeweihten wie Daskalos. Sie wissen aber, dass der physische Leib von den Lebenskräften des ihn durchdringenden Ätherleibes aufgebaut und am Leben erhalten wird. Auf ihn muss daher auch im Krankheitsfall zur Heilung durch entsprechende Naturheilmittel anregend und impulsierend eingewirkt werden.

Die Homöopathie hat aus ihrer Tradition und Erfahrung einen großen Schatz von geeigneten und wirksamen Medikamenten aus der Natur.
Die anthroposophische Medizin kann sich auf viele Erkenntnishinweise zu den Krankheitsursachen in den höheren Wesensgliedern und auf viele Medikamente stützen, die der Eingeweihte Rudolf Steiner für viele Krankheitsfälle empfohlen hat.

Rudolf Steiner hat selbst darauf verzichtet, wie Daskalos zu heilen, obwohl er es sicher gekonnt hätte. Er hatte die Aufgabe, die übersinnliche Erkenntnis, anschließend an die strenge wissenschaftliche Methode der Naturwissenschaft, zur Geisteswissenschaft auszubilden und die Menschen – so in der Medizin die Ärzte – selbst auf diesen geistigen Erkenntnisweg und den daraus sich ergebenden Handlungsweg zu bringen.

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1   Siehe näher: Leben kann nicht aus Totem entstehen …
2   Kyriacos C. Markides: Der Magus von Strovolos, Knaur-Esoterik TB 4174, 1988
3   Eine Schuld aus einem der vorigen Erdenleben, aus denen das Schicksal des Menschen im gegenwärtigen Leben erst verständlich wird.

 

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Autor: hwludwig

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