Anschwellender Totalitarismus – Der zentrale Kampf gegen die freie Individualität

Wer sein Bewusstsein durch die Fülle der vielen politischen Geschehnisse nicht fesseln lässt, die ihm die Medien täglich vermitteln, wird dahinter eine einheitliche Stoßrichtung erkennen. Es findet zentral ein globaler Kampf gegen die Entfaltung des Ichs des Menschen zur freien, sein Handeln aus eigener Erkenntnis selbst bestimmenden Individualität statt. In dem Spannungsfeld zwischen Ich und Gemeinschaft erheben sich mit aller Macht alte retardierende Kräfte der Gemeinschaft, insbesondere des Staates, die Vorrang vor der Freiheit des Einzelnen beanspruchen. Indem der Staat das Ich überwältigt und zum Teilchen einer sozialen Maschine degradiert, schlägt er den Weg zur totalitären Diktatur ein, wie immer er auch tarnend bezeichnet wird.

(Netzfund) Orwells dystopischer Roman „1984“ war unter dem Eindruck des Nazismus und Stalinismus entstanden

Die Unterdrückung der freien Individualität ist nicht auf Diktaturen beschränkt, sie wird hier nur besonders krass offenbar. Sie findet in allen Staatsformen statt, da sie aus dem Inneren des Menschen hervorgeht und sich überall mehr oder weniger geltend macht, wo Menschen zusammenkommen, auch z.B. in der Ehe, die oft für die eine oder den anderen ein Martyrium der Unterdrückung ist. Man bleibt daher an der Oberfläche, wenn zur Warnung vor Diktaturen nur auf deren unmenschliche Theorien und brutale Exzesse hingewiesen wird.

Die Deportation von Andersdenkenden in tödliche Konzentrationslager und die Löschung einer Regierungskritik in den Sozialen Medien geht aus derselben, letztlich hasserfüllten Gesinnung hervor: dem anderen Menschen das Recht auf freie Meinungsäußerung abzusprechen, wenn sie einem nicht gefällt und die eigene egoistische Machtstellung gefährdet. Es besteht kein qualitativer, sondern nur ein quantitativer Unterschied des Ausmaßes: Die seelisch-geistige „Neutralisierung“ steigert sich zur physischen Vernichtung.
Ebenso besteht kein prinzipieller Unterschied, ob ein einzelner Diktator die Schulen in der Hand hat und zum Lehren ihm passender Inhalte verpflichtet, oder ob das durch die Mehrheit in einem „demokratischen“ Parlament oder ein „demokratisches“ Kultusministerium geschieht. In beiden Fällen wird die Handlungsfreiheit der in den Schulen arbeitenden pädagogischen Fachleute beseitigt.

Es geht um die Entwicklung der freien, sich selbst bestimmenden Individualität, in der sich die eigentliche Würde des Menschen ausdrückt.1a Staatliche Einrichtungen und Strukturen, die diese Entwicklung nicht durchgehend ermöglichen und fördern und dem Menschen über das schützende Strafrecht hinaus vorschreiben, wie er zu handeln hat, heben die Handlungsfreiheit ganz oder teilweise auf. Eine Gruppe von Menschen stellt sich über alle anderen und macht sie mit Hilfe staatlicher Machtmittel ihrem Willen untertan. Dem liegt der innere Drang zur Erhöhung des eigenen EGO zugrunde, der notwendig mit dem Hass auf die freie Individualität des anderen einhergeht.

Dieser psychische Prozess der diktatorischen Überwältigung des anderen Gleichen ist nicht an äußere Staatsformen gebunden, sondern findet auch in parlamentarischen Demokratien statt, wo er nur durch formal-demokratische Mehrheitsentscheidungen kaschiert wird. Die Methoden sind daher auch überall die gleichen. Man weiß, dass es nicht genügt, die Menschen durch gesetzliche Gebote und Verbote zu lenken, da dies allein zu starken Widerstand weckt. Deshalb kommt es darauf an, den Widerstand erst gar nicht aufkommen zu lassen, indem man das Ich in seiner Widerstandskraft schwächt und paralysiert.

Das Ich des Menschen manifestiert sich in seinem hellen Bewusstsein, das es über die Welt und über sich selbst entwickeln kann und das aus einer gesunden Herrschaft über die Seelenkräfte seines Denkens, Fühlens und Wollens hervorgeht. Daher kann das Ich auch durch die Beeinträchtigung und Verwirrung seiner Seelenkräfte geschwächt und über die damit verbundene Herabdämpfung seines normalen hellen Bewusstseins als kritische Instanz ausgeschaltet werden.

Das Wirken in der Nazi-Diktatur

Der Historiker und Jurist Dr. Karl Heyer hat in seiner bereits 1947 erschienenen ausgezeichneten Analyse des Nationalsozialismus 1 die gezielte Chaotisierung von Denken, Fühlen und Wollen des Menschen in dieser totalitären Diktatur beschrieben.

Er weist darauf hin, wie Hitler schon in „Mein Kampf“ die ungeheure Wichtigkeit der Propaganda für die Verbreitung der nationalsozialistischen Ideen betont hat. Danach könne es nicht darum gehen, das Denken aller Menschen zu überzeugen, sondern zu überwältigen. „Die Propaganda“, erklärt Hitler dort, „versucht eine Lehre dem ganzen Volke aufzuzwingen.“ (Fette Hervorhebungen hl)
„Der durchschlagende Erfolg einer weltanschaulichen Rede wird immer dann erfochten werden, wenn die neue Weltanschauung möglichst allen Menschen gelehrt und, wenn notwendig, später aufgezwungen wird. …“ 2

Das alles habe man längst vor der Machtergreifung lesen können, so Heyer. Das allein hätte genügt, um denkenden Menschen den ganzen furchtbaren Zwangscharakter des Nationalsozialismus, wie er schon im Geistigen einsetze, zu enthüllen. „Es hätte schon damals aufweckend wirken müssen zu sehen,  wie hier von vorneherein die Achtung der geistigen Freiheit des Menschen brutal negiert wird. … Als Hitler auch die äußere Macht errungen hatte, bekannte er sich immer wieder zu den gleichen Gesinnungen.“
So habe er z.B. von „suggestiv den Glauben einbrennen“ gesprochen und dass zuverlässige Funktionäre „weltanschaulich durchknetet“ sein müssten.3

Auf solchem seelischen Niveau und bei solchen Gesinnungen werde die hemmungsloseste Unduldsamkeit zum Prinzip erhoben und als eine wichtige Kraftquelle geschätzt und gefordert.
Die Zukunft einer Bewegung“, schreibe Hitler in „Mein Kampf“, „wird bedingt durch den Fanatismus, ja die Unduldsamkeit, mit der ihre Anhänger sie als die allein richtige vertreten und anderen Gebilden ähnlicher Art gegenüber durchsetzen.“ 4

Im gleichen Geist habe Goebbels vor den politischen Leitern des Gaues Groß-Berlin erklärt:
„Da wir Nationalsozialisten überzeugt sind, dass wir recht haben, können wir auch neben uns keinen anderen dulden, der behauptet, er hätte recht. Denn wenn er recht hat, muss er Nationalsozialist sein, und ist er nicht Nationalsozialist, dann hat er auch nicht recht.“ 5

Von dieser unbändigen geistigen Unduldsamkeit der Nationalsozialisten gegenüber den Meinungen und Erkenntnissen aller anderen führe, so Dr. Heyer, nur ein kurzer Weg zur Aussortierung in Lagern und schließlich zur physischen Vernichtung.

Wer Recht hat, habe also nicht der Diskurs auf der Grundlage des Denkens entschieden, sondern es sei von vorneherein durch einen Machtspruch festgesetzt worden. Der Wille vergewaltige das Denken.
Das bedeute vor allem auch, dass die Wunschnatur des Menschen das Denken ergreife, zu deren Wesen es gehöre, dass sie von der objektiven Wirklichkeit absehe, die zu erfassen gerade die Aufgabe eines gesunden Denkens sei. Doch das von Wunsch und Wille geleitete Denken sei ein defektes und krankhaftes Denken, dessen Klarheit getrübt werde.

„An deren Stelle treten rauschartige Zustände, die sich in Gedanken und Begriffe umsetzen. Ein solches Denken spinnt sich ein in Illusionen. Diese haben im Nationalsozialismus gigantische Ausmaße angenommen. An vielen Punkten steigerten sie sich zu Wahnvorstellungen, ja bis zu vollendetem Wahnsinn, von dem nur eine besondere Form der von dem Nationalsozialismus in Bezug auf das deutsche Volk, die von ihm in der Welt auszuübende Macht usw. gezüchteter Größenwahnsinn ist. Indem der Wahnsinn, einer ansteckenden Krankheit vergleichbar, nach und nach immer weitere Kreise ergriff, wurde er schließlich zu einem Massenwahnsinn eines sehr großen Teiles des ganzen Volkes.“

In dem Maße, wie – durch die Realität belehrt – die Illusionen jeweils dahingeschwunden seien, man aber doch, ohne sich aufzugeben, von ihnen nicht habe ablassen können, hätten sie sich in routinemäßig gebrauchte Phrasen und schließlich in Lügen verwandelt. Dr. Heyer schreibt:

Die nächste auf Phrase und Schlagwort folgende Stufe ist die bewusste Lüge. Die Lüge war – neben dem Zwang – ein Grundelement des Nationalsozialismus, sie ist in ihm gleichsam organisch geworden, ein konstituierender Faktor seines ganzen Systems, von ihm nicht wegzudenken. Nie in der ganzen Geschichte des deutschen oder wohl irgendeines Volkes hat die Lüge auch nur annähernd eine so ungeheure Macht gewonnen wie im Dritten Reich. Sie ist hier Atmosphäre bildend geworden, und hat jene lügenverpestete Luft geschaffen, von der wir sagten, dass das menschliche Ich in ihr nicht atmen kann.

Das nationalsozialistische Reich hat für alle Zeiten eindringlich gezeigt, was dabei herauskommt, wenn auch die Wahrheitsfrage ganz in die Willenssphäre verlagert wird. ´Wahrheit ist das, wovon die politischen Machthaber wollen, dass es von den ihrer Gewalt Unterworfenen geglaubt werde, damit diese sich so verhalten, wie es den Wünschen der Machthaber entspricht`: das etwa wäre eine Definition der ´Wahrheit` im Sinne des Nationalsozialismus, dessen Interesse freilich erheischte, dass eine solche Definition nicht etwa bekannt wurde.

Eine unermessliche Rolle spielte die Lüge im Dritten Reich namentlich auch als amtliche Lüge, für die bekanntlich sogar eine besonderes Reichsministerium mit einem riesigen Apparat errichtet wurde, die amtliche Lüge, die natürlich, aufs Ganze gesehen, immer in derjenigen Vermischung mit allerlei Wahrheiten dargeboten wurde, die notwendig ist, um auch den Lügen Glauben zu verschaffen, da ja letzten Endes allein die Wahrheit Kredit begründet. Dieses Vermischungsprinzip handhabte meisterhaft der gigantische Propagandaapparat des Nationalsozialismus, mit Versammlungen, Presse, Rundfunk, Kino, ja im weiteren Sinne allen Einrichtungen des öffentlichen Lebens, wohl die grandioseste Technik der Lüge, welche die Welt bisher je gesehen hat.
Ihr Hauptzweck: Glauben an die Lüge zu verbreiten, das ganze deutsche Volk halte es wirklich mit dem Nationalsozialismus, und dadurch diese Lüge allmählich in eine `Wahrheit`, d.h. in eine bestehende Tatsache zu verwandeln. …

Gegenüber dem Christusworte: ´Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen` lassen sich die Gesinnung und das Willensziel der Widersachermächte in die Worte kleiden: ´Ihr werdet euch von der Lüge benebeln lassen, und die Lüge wird euch zu Sklaven machen.` Der umfassendste, zu diesem Ziel bisher unternommene Versuch in der Geschichte war der Nationalsozialismus.“

Dr. Heyer konkretisiert die Wirkung dieses lügenhaften Propagandasystems zur Willenslenkung der Massen noch.
Aus der eigenen Willensbesessenheit der Machthaber in Verbindung mit der Nicht-Achtung der Freiheit und des Willens des Anderen ergebe sich der hemmungslose Impuls, den Anderen mit allen Mitteln gewaltsam zu beeinflussen und zu dirigieren, wesentlich nicht durch Appell an seine denkende Einsicht und Erkenntnis (die ihn frei ließe), sondern durch unmittelbare Einwirkung auf seinen Willen, die ihn unfrei macht.
Und indem man sich gleichzeitig durch terroristische Unterdrückung und Ausschaltung jeder anderen Meinung und Sichtweise das Propaganda-Monopol verschafft habe, sei ungestört die „nationalsozialistische Willenslenkung“ von statten gegangen.

„Willenslenkung“ heiße z.B.: Was die Zeitungen bringen, diene fast überhaupt nicht mehr dazu, die Leser mit Tatsachen bekannt zu machen, durch die sie sich als denkende Wesen ein leidlich objektives Bild des Weltgeschehens aufbauen könnten, sondern bei der „Nachrichtenpolitik“, d.h. dem Bekanntgeben der einen und dem Verschweigen der anderen Nachrichten, stelle man bewusst ausschließlich auf die Wirkungen ab, die sie in den Lesern erzeugen sollen, je nachdem, ob man sie moralisch oder intellektuell einschläfern oder ihre Leidenschaften aufputschen wolle, alles zur gewünschten Zeit und im gewünschten Ausmaß.

„Willenslenkung“: Das sei letztlich der Zweck des gesamten Geisteslebens gewesen, von den untersten Schulen bis hinauf zu den Universitäten, an denen man dafür gesorgt habe, „dass langsam und planmäßig die neuen Menschen der Wissenschaft (d.h. nationalsozialistische Dozenten) hinüberwechseln konnten auf die Kommandobrücken der Universitäten“, so der Leiter des Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschlands, Prof. Walter Frank.6

Das Ziel von alledem: das ganze deutsche Volk für die Absichten seiner Führer und Verführer willensmäßig zu entflammen.“

In solchen Seelenverfassungen könne es nicht ausbleiben, dass wie über das Denken auch über das Wollen finstere Mächte eines Untermenschentums Gewalt gewinnen.
Der Wille nimmt die Richtung auf das Verbrechen. Die Welt schaudert über die Verbrechen ohne Zahl, welche die Führer und die Verführten des Nationalsozialismus begangen haben, von den kleineren bis zu den größten und ungeheuerlichsten.
Die schlimmsten waren die zentral gegen die Menschenwürde, gegen die Anerkennung des Menschen als eines geistig-sittlichen Wesens begangenen.“

Nun betrachtet Dr. Heyer noch die Behandlung des Gefühls der Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus.
Es gab eine Zeit, in der in weiten Kreisen des deutschen Volkes im Sinne eines anzustrebenden Ideals menschlicher Beziehungen die Gesinnung lebte, der Goethe unvergänglichen Ausdruck verliehen hatte mit den Worten: ´Edel sei der Mensch, hilfreich und gut, denn das allein unterscheidet ihn von allen Wesen, die wir kennen`.“

Es sei ein langer Weg gewesen von der Höhe feinster Geistigkeit des Gefühls, einer edlen Gefühlswärme, wie sie zu Beginn des 19. Jahrhunderts im deutschen Volk gewaltet habe, bis herab zu dem raffinierten und brutalen System der Beherrschung dieses selben deutschen Volkes durch den gefühllosen, grausamen Terror des Nationalsozialismus, der lähmende Angst bei den kritischen Menschen erzeugen sollte. Mitleid und Nächstenliebe seien als Schwäche verächtlich gemacht und unbedingte Härte als große Tugend gepredigt worden.

Neben der Erziehung zur Gefühllosigkeit und Härte sei es im großen Stil um die Ablenkung der Gefühle, insbesondere von Liebe und Verehrung, auf ungeheure Scheinwerte gegangen. Hier habe vor allem die Inszenierung Hitlers als nationaler Führer mit nahezu übermenschlicher Größe und Autorität, die anzuzweifeln ein Sakrileg bedeutete, eine große Rolle gespielt.
Ablenkung des Fühlens auf Scheinwerte (auf Kosten echter, höherer Werte) bedeute eine Brutalisierung und Primitivisierung und Verengung des Fühlens, die „Züchtung engbrüstiger Seelen, deren beschränkten Denkmöglichkeiten eine oft ans Pathologische grenzende Einengung auch ihrer Möglichkeiten des Fühlens“ entspreche.

Das Wirken in der heutigen Demokratie

Wer bisher nachdenklich gelesen hat, dem werden erschreckende Parallelen in der heutigen Parteien-Demokratie, besonders extrem während der „Corona-Krise“, in den Sinn kommen.

Von den Regierungen des Bundes und der Länder wurde Anfang 2020 mit Hilfe der Mainstream-Medien die Theorie verbreitet, es drohe, ja bestehe schon weltweit eine hochgefährliche Pandemie der Corona-Krankheit, die von einem sehr ansteckenden tödlichen Virus verursacht werde, das jedermann anfallen und töten könne. Das führte dazu, dass am 16.3.2020 ein umfassender „Lockdown“ beschlossen wurde, der am 22.3.2024 in Kraft trat. Demokratische Grundrechte wurden weitgehend suspendiert, Schulen, Gaststätten und bestimmte Geschäfte geschlossen, Großveranstaltungen verboten, Kontaktverbote, Abstandsregeln und die Pflicht zum Tragen untauglicher und gesundheitsschädlicher Masken verhängt. Es herrschte ein in der Demokratie nie gekannte Lahmlegung der Gesellschaft durch Befehl von oben.
Dabei stützte man sich zur Begründung auf wenige ausgelesene Wissenschaftler, an der Spitze der Virologe Prof. Christian Drosten.

Eine ganze Reihe von renommierten Wissenschaftlern hatte sich schon früh zu Wort gemeldet und den Theorien der Regierung mit Gründen und Nachweisen widersprochen. Der weltweit anerkannte medizinische Mikrobiologe Prof. Bhakdi veröffentlichte eine eindringliche Video-Botschaft an Bundeskanzlerin Merkel.7 Auch in alternativen Medien erschienen viele kritische Artikel, welche die Theorien der Politik in Frage stellten oder widerlegten.

Doch sie wurden nicht nur ignoriert, sondern vielfach persönlich öffentlich diskreditiert. Es breitete sich eine Atmosphäre entschiedener Unduldsamkeit gegen andere, regierungskritische wissenschaftliche Auffassungen und Meinungen aus. Es durfte nur die Theorie der Regierung gelten.
Wer Recht hat, wurde von vorneherein festgesetzt. Mit den Worten von Dr. Heyer:
„Der Wille vergewaltigte das Denken.“ Und mit der weitgehenden rechtswidrigen Suspendierung fundamentaler demokratischer Grundrechte, die gerade Abwehrrechte des freien Bürgers gegen diktatorische Übergriffe des Staates sind, wurde „die Achtung vor der geistigen Freiheit des Menschen brutal negiert.“

Und in dem Maße, wie Fehler und Illusionen aufgedeckt wurden, griffen die parteipolitischen Machthaber immer mehr zur bewussten Lüge. Die amtliche und die mediale Lüge wurden neben dem Zwang in gesteigertem Ausmaß zum Grundelement der Politik. Mit den Worten Dr. Heyers:
Wahrheit wurde „das, wovon die politischen Machthaber wollen, dass es von den ihrer Gewalt Unterworfenen geglaubt werde, damit diese sich so verhalten, wie es den Wünschen der Machthaber entspricht.“
Jede Lüge ist ein gezielter Angriff auf das Ich des Menschen, dem der Boden der Wirklichkeit entzogen werden soll, um es zu lenken, wohin es nicht will.

Aus der eigenen Willensbesessenheit der Machthaber in Verbindung mit der Nichtachtung der Freiheit und des Willens des Anderen ergab sich der hemmungslose Impuls, den Anderen mit allen Mitteln gewaltsam zu beeinflussen und zu dirigieren.

Die Lügen steigerten sich noch mit der Einführung der mRNA-„Impfung“, deren Gen-verändernder Charakter verheimlicht, die wahrheitswidrig als hoch wirksam und Nebenwirkungs-frei sowie als vor Infektion und Übertragung auf andere schützend bezeichnet wurde.8 Bis heute werden die anschwellenden schweren und tödlichen Nebenwirkungen weitgehend ignoriert und nur in Einzelfällen aufgeklärt.
Lügen und Täuschungen, Teilimpfpflichten, öffentliche Diskreditierung und gesellschaftliche
Benachteiligungen der Impfverweigerer sollten möglichst viele Bürger in die Injektions-Nadeln treiben – eine Überwältigung des Menschen ohnegleichen.

Dem allen diente und dient ein ungeheurer Propaganda-Apparat, bestehend aus dem staatlichen Rundfunk und Fernsehen, das auch durch das Internet wirkt, sowie den parteipolitisch vereinigten Mainstream-Medien. Er hat Möglichkeiten der Bewusstseins-Manipulation, welche die der Nationalsozialisten noch weit übertreffen.
Wenn Dr. Heyer die Nazi-Propaganda „die grandiosesteTechnik der Lüge, welche die Welt bisher je gesehen hat“, bezeichnete, wird sie von der heutigen Propaganda-Technik längst in den Schatten gestellt, ohne dass ein Stillstand abzusehen ist.

Wie in der Zeit des Nationalsozialismus wurde auch in der „Corona-Krise“ das Gefühl der Menschen gezielt massiv beeinflusst, weil es entsprechende Auswirkungen auf das Denken und den Willen hat. Von Anfang an haben Regierung und Medien Angst, ja Panik vor dem angeblich hochansteckenden Killer-Virus erzeugt. Das Gefühl der permanenten Angst lähmt das Denken und macht die Menschen in ihrem Willen gefügig und folgsam für die „rettenden“ Ratschläge und Anweisungen der staatlichen und „wissenschaftlichen“ Autoritäten.

Besonders bezeichnend ist das interne Papier des Bundesinnenministeriums vom 22.3.2020, als „Schockpapier“ bekannt geworden, in dem mit Lügen und Urängste erzeugenden Szenarien geradezu Schocks in der Bevölkerung hervorgerufen werden sollten, die sie gefügig und folgsam machen.9
Man kann diese Methoden als gefühllosen seelischen Terror bezeichnen, der die freie Individualität des Anderen vollkommen als manipulierbares Verfügungsobjekt behandelt, um die eigenen Ziele durchzusetzen. Es ist eine Gesinnung der absoluten Entwürdigung des Menschen, seines geistigen Ich-Wesens, die Art. 1 des Grundgesetzes, „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, überhaupt nicht interessiert.

Solche untermenschliche Seelenverfassungen scheuen in ihrer Willensbesessenheit auch vor großen Verbrechen nicht zurück.
Und so ist ja auch durch die Veröffentlichung der Protokolle des RKI-Krisenstabes für jedermann offenbar geworden, dass die herrschenden Politiker diese angebliche Pandemie und ihre totalitären, leidvollen existenziellen und tödlichen Folgen für viele Menschen – entgegen dem Wissen und den Ratschlägen der Wissenschaftler des staatlichen Robert-Koch-Institutes – von Anfang an inszeniert und das weisungsgebundene RKI gezwungen haben, die durchgehenden Lügen der Regierung nach außen zu unterstützen: geplante und durchgeführte gigantische Staatsverbrechen an der Bevölkerung.10

Fazit

Ich muss besonders betonen, dass die verantwortlichen „demokratischen“ Politiker keine Nazis sind. Sie hängen nicht der nationalsozialistischen Ideologie von „Blut und Boden“, dem absurden rassistischen Nationalismus an und allem, was damit zusammenhängt. Aber was sie mit ihnen gemeinsam haben, ist die Nichtachtung des anderen Menschen als freie Individualität, die das gleiche Recht hat, ihr Leben aus eigener Erkenntnis selbst zu bestimmen. Sie wollen ihre Ideen unbedingt durchsetzen, und dazu sind ihnen die Auffassungen und Meinungen der anderen im Wege, die es daher zu unterdrücken, auszuschalten, mit allen psychischen und physischen Mittel zu überwältigen gilt.

Nichts Äußeres, sondern diese innere seelische Einstellung gegenüber dem geistigen Wesen des anderen Menschen ist das Einfallstor aller autokratischen, diktatorischen und totalitären Herrschaft über die Menschen, die immer in anderen Formen erscheint. Hier liegt die Quelle des generellen Kampfes gegen das freie Ich, der entgegen allen schriftlich niedergelegten Idealen und Grundrechten der Demokratie wieder gewaltig angeschwollen ist.

Aus der griechisch-römischen Kultur und unter dem Einfluss des Christentums hat sich in der Geschichte des Abendlandes das Streben des Menschen entwickelt, sich aus alten kollektiven Bindungen herauszulösen und die individuelle Freiheit und Selbstbestimmung geltend zu machen, was zu den Demokratiebestrebungen der Neuzeit geführt hat. Gerade nach dem fürchterlichen Rückfall in den atavistischen nationalsozialistischen Kollektivismus, hat das Grundgesetz der neuen Demokratie mit seinen der staatlichen Gesetzgebung vorgehenden individuellen Menschenrechten eine hohe freiheitliche Qualität erreicht. Diese freiheitliche Gesinnung hat in der ersten Zeit nach dem 2. Weltkrieg die Gesinnungen der Politiker bestimmt und geleitet. Sie ist inzwischen weitgehend verschwunden.

Das ICH des Menschen als ein in sich gegründetes geistiges Wesen mit seiner unantastbaren Würde, die sich in seinem Streben nach Handeln aus eigener Erkenntnis und Selbstbestimmung äußert, wird nicht nur kaum noch empfunden, sondern gehasst. Dies liegt allen gewaltig anschwellenden Kämpfen gegen die individuellen Freiheitsrechte zugunsten von Macht und Herrschaft weniger Machtpsychopathen zugrunde.

Dem gilt es, sich mit aller möglichen Kraft des Geistes entgegenzustemmen.

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1a „Die Würde des Menschen besteht darin, dass der Mensch als geistig-sittliches Wesen von Natur darauf angelegt ist,  in Selbstbewusstsein und Freiheit sich selbst zu bestimmen, sich zu gestalten und sich in der Umwelt auszuwirken.“ (Josef Wintrich, Präsident BVerfG, Zur Problematik der Grundrechte, Köln 1957

1   Karl Heyer: „Wesen und Wollen des Nationalsozialismus“, Perseus Verlag Basel, 4. Aufl. 2024, 3. Kap. „Das psychologische Phänomen des Nationalsozialismus“.
2   „Mein Kampf“, S. 652, 654
3   Stuttgarter Neues Tagblatt vom 1.9.1933 und 3.2.1934
4   wie Anm. 2, S. 384
5   Stuttgarter Neues Tagblatt vom 20.3.1934
6   a.a.O. 20.11.1936
7   Siehe: https://fassadenkratzer.de/2020/03/30/systematische-panikmache-zur-tatsaechlichen-und-statistisch-erzeugten-gefaehrlichkeit-des-corona-virus/
8   Vgl. z.B. https://fassadenkratzer.de/2024/06/05/lugen-bis-zuletzt-pistorius-musste-impf-pflicht-fur-soldaten-aufheben/
9   https://fassadenkratzer.wordpress.com/2020/05/29/covid-1984-die-instrumentalisierung-der-angst-gegen-die-freie-individualitaet/
https://fassadenkratzer.de/2024/04/10/pandemie-luge-und-schockpapier-um-angst-und-gehorsam-zu-erzeugen/
10  https://fassadenkratzer.de/2024/03/20/corona-risikobewertung-hoch-durch-rki-erfolgte-auf-politische-anweisung/
https://fassadenkratzer.de/2024/04/02/funf-corona-lugen-des-rki-auf-politische-weisung-analysiert-von-prof-homburg/
https://fassadenkratzer.de/2024/06/10/acht-entlarvende-corona-fakten-zu-den-staatsverbrechen/
https://fassadenkratzer.de/2024/06/14/die-ungeschwarzten-rki-protokolle-zeigen-einen-abgrund-von-bevolkerungsverrat/

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Autor: hwludwig

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